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Lila Tiere

Lila Tiere? Ist das euer Ernst, tierchenwelt.de? Ja! Wenn es lila Blumen gibt, warum nicht auch lila Tiere? ;) Ganz so einfach war die Suche nach lila Tieren zwar nicht, aber wir haben ein paar sehr hübsche Exemplare für euch gefunden. Vor allem waren es lila Vögel, aber auch so faszinierende Tiere wie lila Seesterne, lila Seeigel und lila Käfer.

Unser Liebling ist der Amethyst-Glanzstar mit seinem metallisch schimmernden lila Gefieder. Damit wollen die Männchen auf sich aufmerksam machen. Die Weibchen tragen ein unauffälliges, braunes Gefieder mit Tupfen. Aber auch das hat einen Vorteil: Die Vogeldamen sind besser getarnt und geraten seltener in die Fänge von Raubtieren. Der Amethyst-Glanzstar lebt südlich der Sahara in Afrika.

Nach den Fotos erfährst du mehr über die Tiere, und warum sie lila oder violett gefärbt sind!

Amethyst-Glanzstar Amethyst-Glanzstar
Foto: Dennis Jacobsen/Shutterstock
PrachtanemonePrachtanemone
Foto: Ethan Daniels/Shutterstock
ViolettkronennympheViolettkronennymphe
Foto: Mary Ann McDonald/Shutterstock
VeilchenastridVeilchenastrid
Foto: Stephen Butler/Shutterstock
SeesternSeestern
Foto: didden/Shutterstock
VeilchenkopfelfeVeilchenkopfelfe
Foto: Manja/Shutterstock
Mantelschnecke Mantelschnecke
Foto: Scott T. Slattery/Shutterstock
Spanischer SchalSpanischer Schal
Foto: worldswildlifewonders/Shutterstock
BockkäferBockkäfer
Foto: Albert Yarullin/Shutterstock
Lila als Tarnung
„Ein, zwei, drei, vier, Eckstein ...“

Der lila Frosch ist wirklich keine Schönheit! Er sieht aus wie ein Mix aus einem dicken Maulwurf und einem Frosch. Aber nicht nur deshalb ist er eine Besonderheit: Er ist quasi ein lebendes Fossil, denn vor 100 Millionen Jahren trennte sich seine Art von den anderen Froschlurchen. Seitdem hat er sich nicht verändert. Wäre auch kaum jemanden aufgefallen, denn er verbringt die meiste Zeit im Boden.

Er lebt in Indien und kommt jedes Jahr nur für zwei Wochen während der Regenzeit an die Oberfläche, um sich zu paaren. Seine lila Färbung ist vom nassen Erdboden kaum zu unterscheiden.

Tarn ... oder Warnfarbe?
Schimmernde Käfer

Viele Blatthornkäfer, Schildwanzen und Prachtkäfer besitzen einen schimmernden Panzer, manchmal leuchten sie sogar metallisch oder golden. Oft auch in den buntesten Mustern. Man könnte meinen, die kleinen Insekten versuchen so auf sich aufmerksam zu machen und Partner anzulocken. In den meisten Fällen verbreiten sie zu diesem Zweck aber Duftstoffe.

Wozu dann also die Farbe? Kaum zu glauben, aber sie dient nicht nur der Abschreckung (wie beim Pfeilgiftfrosch), sondern auch der Tarnung. Fressfeinde können die Käfer aufgrund ihrer speziellen Farben nicht wahrnehmen.

Tarn ... oder Warnfarbe?
Farben unter der Wasseroberfläche

Will sich der Seestern Pisaster ochraceus mit seiner lila Farbe tarnen oder vor sich warnen?

Für die Antwort brauchen wir einen Mini-Ausflug in die Physik: Ganz nah an der Wasseroberfläche gibt es ganz viel Sonnenlicht. Rote Tiere sind in dieser niedrigen Tiefe sehr gut zu sehen. Ein paar Meter tiefer ist das schon anders. Es wird dunkler und ab 5-10 m kann man die Farbe Rot kaum noch erkennen, ab 15 m auch Orange nicht mehr. Gelb verschwindet ab 30 m, Grün nach 50 m, Blau nach 60 m und zuletzt die Farbe Violett.

Das hängt mit der Wellenlänge der Farben zusammen. Rot ist von allen Farben die mit den längsten Wellen und wird im Wasser am schnellsten „verschluckt“ (in der Fachsprache „absorbiert“). Violett hat die kürzeste Wellenlänge und wird am stärksten „gestreut“, also verteilt. Und da haben wir unsere Antwort: Mit der lila Farbe will der Seestern gesehen werden und vor sich warnen!