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Blaufußtölpel

Steckbrief Blaufußtölpel
Größe 70-90 cm (bis 1,5 m Spannweite)
Geschwindigkeit bis 97 km/h
Gewicht 1,5 kg (Durchschnitt)
Lebensdauer 12-17 Jahre
Ernährung Fische, Sardinen, Sardellen, Quallen
Feinde Eulen, Greifvögel
Lebensraum Mexiko, Ecuador, Peru, Galapagos
Ordnung Ruderfüßer
Familie Tölpel
Wissenschaftl. Name Sula nebouxii
Merkmale auffällige blaue Füße
Zeig her deine Füße, zeig her deine Schuh

Für das Blaufußtölpel-Männchen gibt es nichts Wichtigeres als die blaue Farbe seiner Füße. Zur Balzzeit stolziert er vor den Damen herum und zeigt ihnen dabei auffällig seine Füße. Einen nach dem anderen und das immer wieder. Auch wenn ein Blaufußtölpel landet, vergisst er nie, seine Fußsohlen dabei besonders hervor zu strecken. Es könnte ja eine Vogeldame zusehen. Studien haben tatsächlich ergeben, dass die Farbe ein Schönheitsideal bei den Tölpeln ist und Männchen mit weniger blauen Füßen öfter alleine bleiben ... Und je blauer sie sind, desto beliebter sind sie bei den Blaufußtölpelinnen!

Wieso sind die Füße blau?

Jetzt wird es etwas kompliziert: Die Schwimmhäute haben eine besondere Schicht aus Strukturproteinen. Sie sorgen dafür, dass die Zellen eine Art stützendes „Grundgerüst“ erhalten. Durch diese besondere Schicht werden nur die blauen Lichtwellen, die auf die Füßchen treffen, zurückgeworfen. Außerdem hängt die blaue Farbe mit dem Futter der Blaufußtölpel zusammen. Setzt man sie auf Diät, so wird das blau schon nach zwei Tagen immer blasser und blasser.

Warme Füßchen

Blaufußtölpel halten ihre Eier mit den Füßen warm. Sie sind besonders gut durchblutet und daher wie eine kleine „Fußheizung“ für die kleinen.

Blaufußtölpel machen auf ihre Eier

Als kleines Blaufußtölpelchen im Ei freut man sich natürlich tierisch über die angenehme Wärme von oben. Zum Glück ahnen die Kleinen in ihrer Schale nicht, was um sie herum passiert. Während die Eltern fleißig brüten, suchen sie keine „Toilette“ auf. Sie bleiben dabei einfach auf dem Ei sitzen. Die Folge: Der Kot fällt direkt um das Ei herum auf den Boden, so dass im Laufe der Zeit eine kleine kreisförmige Mauer entsteht. Bäh!

Blaufuß-Torpedos

Auf der Jagd nach Futter tauchen die Tölpel entweder von der Wasseroberfläche ins Wasser oder sie stürzen sich aus 24 m Höhe im Sturzflug ins Meer. Dabei erreichen sie einen Affenzahn: bis zu 97 km/h!

Ein wenig doof sind sie schon …

Warum heißt der Tölpel Tölpel? Schon bei der deutschen Bezeichnung wird einem klar: Für besonders klug können die Entdecker diesen Vogel nicht gehalten haben. Ob sie recht haben oder nicht, Blaufußtölpel bewegen sich wirklich sehr ungeschickt. Noch dazu haben sie keine Angst vor Menschen und sind sehr leicht zu fangen. Dieses Verhalten erschien einfach etwas „doof“ und gab den Vögeln ihren Namen.

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Solange du Schüler bist, darfst du gerne die Texte für dein Referat, Präsentation, Plakat oder Hausarbeit in der Schule verwenden. Wir freuen uns über einen Kommentar, wie dein Blaufußtölpel-Referat angekommen ist. Wir haben alle Infos gewissenhaft recherchiert, sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben, schreibe uns eine kurze Mail.