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Artenschutz im Zoo

Zoos zeigen nicht nur die Artenvielfalt der Tierwelt, sondern bemühen sich auch darum, seltene Tierarten zu erhalten und unterstützen Artenschutzprogramme in aller Welt.

Löwenäffchen Löwenäffchen - Foto: Eric Gevaert/Shutterstock

Auch wenn nur die Freiheit letztlich der beste Lebensraum für Tiere ist: Ohne Zoos würden einige Arten nicht mehr existieren. Zum Beispiel das Goldene Löwenäffchen, der Wisent und das Przewalskipferd. Sie wurden nur deshalb vor dem Aussterben gerettet, weil sie in Zoos durch spezielle Zuchtprogramme wieder vermehrt wurden.

1970 gab es in freier Wildbahn nur noch 200 Goldene Löwenäffchen. Heute sind es wieder über 1.000 Tiere. Vom Wisent gab es 1927 nur noch 12 Tiere, die in Zoos lebten. Durch Nachzucht und Auswilderung leben heute wieder 3.000 Tiere in freier Wildbahn. Ein toller Erfolg! An dieser Stelle können wir nicht alle Artenschutzprogramme nennen, denn das würde glücklicherweise (!) den Platz sprengen. Wir wollen dir aber ein paar sehr schöne vorstellen.

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Zoo Leipzig: rettet die Amurleoparden

Die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF arbeitet mit dem Zoo Leipzig zusammen, um den Schneeleoparden und den Amurleoparden vor dem Aussterben zu retten. Der Zoo unterstützt zudem zahlreiche weitere Projekte auf der ganzen Welt: z. B. eine Affen-Auffangstation in Vietnam, eine Zuchtstation für das Sabah-Nashorn auf Borneo und eine Zuchtstation für den Nasenfrosch in Chile.

Außerdem unterstützt der Zoo Auswilderungsprojekte, bei denen gefährdete, heimische Tierarten gezüchtet und anschließend wieder in die freie Wildbahn zurückkehren, z. B. der Steinkauz und das Przewalskipferd.

Amurleopard Amurleopard - Foto: Dmitri Gomon/Shutterstock

Zoo Köln: schützt die Amurtiger

Auch der Kölner Zoo und der WWF haben ein gemeinsames Projekt. Sie wollen den Lebensraum des stark gefährdeten Amurtigers schützen. Außerdem arbeitet der Kölner Zoo beim Schutz heimischer Tierarten mit dem NABU (Naturschutzbund) in Nordrhein-Westfalen zusammen. Weltweit unterstützt er zudem Projekte, um Tiere wie Gorillas, Okapis, Flusspferde und Brillenbären zu schützen.

Zoologischer Garten Berlin: hilft den Sumatra-Orang-Utans

Die liebenswürdigen orangefarbenen Affen auf der indonesischen Sumatra (und Borneo) stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten als „vom Aussterben bedroht“. Der Zoo in Berlin setzt sich für die Wiederansiedlung der Orang-Utans ein, die ehemals in Gefangenschaft gehalten wurden. Stark gefährdet sind auch die Bonobos und Okapis im Kongo (Afrika). Der Zoo unterstützt Projekte, die den Lebensraum der Tiere schützen, und helfen, dass die Tiere nicht in die Hände von Wilderern fallen.

Viele weitere Zoos, Tier- und Wildparks machen sich für die Tiere stark. So auch der Tiergarten in Nürnberg, der Tierpark Hellabrunn in München und der Tierpark Hagenbeck - um nur ein paar weitere zu nennen. Und wir hoffen, es werden noch mehr.

Orang-Utan Orang-Utan - Foto: Matej Hudovernik/Shutterstock