PlumploriGiftige Insekten, Spinnen, Skorpione, Reptilien, Wirbellose und Amphibien – es gibt unzählige Tierarten, deren Gift für uns sehr gefährlich werden kann. Aber hast du schon mal von Säugetieren gehört, die giftig sind? Nein? Wenn auch nur wenige - es gibt sie! tierchenwelt.de stellt dir die 4 giftigen Säugetierarten vor!

Toxin und Gift – ein Unterschied
Obwohl das Fremdwort Toxin im Grunde dasselbe bedeutet wie Gift, gibt es zwei unterschiedliche Arten, auf die Tiere giftig sein können. Ein giftiges Tier erlegt seine Beute durch Bisse und Stiche. Ein toxisches Tier verursacht Vergiftungen als Abwehr, zum Beispiel, wenn man es berührt oder isst.

Früher war alles anders
Wissenschaftler glauben, dass es früher mehr giftige Säugetiere gab. Sie fanden in Nordamerika einen kleinen Säuger namens Bisonalveus browni, der Giftzähne besessen haben soll. Er ähnelt einem Maulwurf oder einem Idel und seine Zähne hatten Einkerbungen, die darauf hindeuten, dass Gift durch sie lief.  Andererseits haben auch viele ungiftige Tiere (Affen, Fledermäuse) diese Einkerbungen. Daher ist diese Info nicht gesichert.

Schlitzrüssler
Die meisten Schlitzrüssler-Arten sind bereits ausgestorben und auch von den verbliebenen Arten gibt es nur noch wenige Exemplare. Es sind der Kuba-Schlitzrüssler und das Haiti-Schlitzrüssler. Sie sehen aus wie große Spitzmäuse, haben einen dicken, schuppigen Schwanz und kräftige Krallen. Man findet sie nur auf Kuba und Haiti, wo sie hauptsächlich als Einzelgänger in Wäldern leben. Ihr Gift wird in der Speicheldrüse produziert und gelangt durch die Zahnrillen der unteren Schneidezähne in ihre Beute. Schlitzrüssler werden bis zu 39 cm groß, bis zu 1 kg schwer, sind rotbraun bis schwarz und ernähren sich von Insekten, Würmern und Eidechsen.

Schlitzrüssler

Foto Schlitzrüssler: frank wouters/ Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0

Schnabeltier Schnabeltier

Ein wirklich seltsames Lebewesen! Das Schnabeltier scheint eine seltsame Laune der Natur zu sein, denn es sieht gleichzeitig aus wie eine Ente (Schnabel), ein Biber (Schwanz, Schimmfüße), ein Bär (Krallen) und wie ein Otter (Pelz). Die männlichen Schnabeltiere besitzen giftige Dornen an ihren Hinterbeinen. Bisher konnte aber kein Forscher sicher sagen, wozu er sie braucht. Hier findest du mehr Infos über das Schnabeltier!

Plumploris

Plump-wie? Ja, die kleinen Feuchtnasenaffen sehen tatsächlich etwas plump aus (neben den Plumploris gibt es auch Schlankloris; der Name sagt alles!). Sie leben in Wäldern Südostasiens, werden bis zu 39 cm groß und 2 kg schwer. Auf der Innenseite ihrer Ellenbogen befinden sich Giftdrüsen. Das allein macht den Plumplori noch nicht so zu einem giftigen Tier, sondern nur zu einem toxischen. Er verteilt mit seinen Fingern jedoch das Gift im Mund bzw. auf den unteren Vorderzähnen. Dadurch haben auch sie einen giftigen Biss, mit dem sie kleine Wirbeltiere töten. Ihr Gift setzen sie aber nicht nur für den Beutefang ein. So furchtbar es im ersten Moment klingt: Sie besprühen ihre Babys damit! Auf diese Weise schützen sie ihre Kleinen vor Angreifern, denen der Giftmix nicht schmeckt.

Plumplori
Kurzschwanzspitzmäuse
Die zwei giftigen Kurzschwanzspitzmäuse sind die nördliche und die südliche Kurzschwanzspitzmaus. Die nördliche lebt eher in kühleren Breitengraden und ist die größte ihrer Art. Die südliche ist die kleinste und man trifft sie im Südosten der USA an. Gerade mal 8 cm groß und 30 g schwer werden die Maulwurfähnlichen Nager. Kleinere Tiere wie Insekten, Spinnen und Tausendfüßler töten sie mit ihren Krallen. Bei Tieren, die größer als sie selbst sind, kommen ihre Giftzähne zum Einsatz. Der giftige Speichel erledigt größere Mäuse und Amphibien.

Nördliche Kurzschwanzspitzmaus Südliche Kurzschwanzspitzmaus

Foto Nördliche Kurzschwanzspitzmaus (links): Guilles Gonthier/ Lizenz: Creative Commons Attribution 2.0

Wasserspitzmaus

Während alle anderen giftigen Säugetiere in Asien, Amerika oder sonstwo leben, ist die Wasserspitzmaus das einzige europäische Säugetiere dieser Kategorie.  Unter ihrer Zunge befinden sich Drüsen, die das Gift zu den Zähnen transportieren. Mit ihrem Ruderschwanz ist sie eine geschickte Taucherin und erlegt auch ihrer Beute unter Wasser, beispielsweise kleine Krebse, Schnecken, Wasserinsekten und Fische. Obwohl sie die größte Spitzmaus in Europa ist, wird sie nur 96 mm lang und 25 g schwer.

Wasserspitzmaus

Kommentare (3)

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This picture is so sweet ! I love it !
Thanks
Justin♥
Justin Bieber , 17.12.2009
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Ich finde das Schnabeltier so cool!!
xXQueenXx , 22.10.2009
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sie sind lustig................und das wars
Meri Fell , 7.10.2009

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