Mann, ist mir heiß heute
Der Tukan benutzt seinen großen Schnabel vermutlich, um seine Körpertemperatur zu regulieren. Die Aufnahmen von Infrarot-Wärmebild-Kameras zeigen, dass der Vogel seine Körpertemperatur senkt, indem er die Hitze in seinen Schnabel leitet.
Bisherige Vermutungen
Charles Darwin dachte, der Schnabel des Tukans könnte bei der Partner-Suche den Tukan-Damen „positiv ins Auge fallen“. Später dachte man, der Schnabel hätte eine besondere Aufgabe beim öffnen von Früchten, bei der Verteidigung von Nestern und optische Abschreckung von Feinden.
Dem Schnabel auf der Spur
Wie bbc.co.uk vermeldet, kamen die Hinter das Geheimnis des Tukan-Schnabels kamen die Wissenschaftler der Brock University in Kanada und der Universidade Estadual Paulista in Brasilien. Sie machten Tests bei einer Wettertemperatur zwischen 10 und 35 Grad Celsius. War die Umgebung warm, zeigte die Kamera deutlich, wie der Schnabel hellrot leuchtete (also sehr warm war). War es kälter, blieb die Wärme im Körper des Tukans.
Wie funktioniert die Schnabel-Klima-Anlage?
Da Vögel nicht schwitzen, brauchen sie eine andere Technik, um die Körpertemperatur zu regeln. Tukane haben ein Netzwerk aus Blutgefäßen. Auch durch den Schnabel zirkuliert ihr Blut und über die große Fläche des Schnabels wird die Hitze an die Luft abgegeben. Je stärker sie also ihr Blut durch den Schnabel zirkulieren lassen, desto mehr Hitze geben sie über den Schnabel ab. Das können bis zu 100% sein oder auch nur 5%. Auch der Elefant setzt diese Technik ein. Im Artikel Die Ohren der Tiere findet ihr mehr Infos darüber!
Mehr über den Tukan…
… erfährst du im Tukan-Steckbrief!

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