Hund Sie dinieren kaiserlich, spachteln wie Scheunendrescher und machen eigene Medikamente: Tiere! Beim Essen sind wir dagegen oft kleinlich. Die Pommes sind latschig, die Cola hat keine Kohlensäure mehr, das Eis schmeckt irgendwie künstlich. Wenn wir keinen großen Hunger haben, fallen uns zehntausend Gründe ein, warum etwas nicht mundet. Einige Tiere verputzen einfach alles, was ihnen vor die Nase kommt, egal wie es schmeckt, andere sind noch kleinlicher als wir. Foto Hund: taliesin

Ratzeputz weggeputzt
Hyänen sind lebendige "Müllvernichtungsanlagen". Als geschickte Jäger gelingt es ihnen, sogar große Tiere wie Wildebeests zu erlegen, sie säubern Kadaver oder stehlen von Löwen. Das Leben in der Savanne ist hart und so haben die Hyänen über die Zeit gelernt, sehr schnell zu mampfen und jedes bisschen davon zu verwerten. Sie essen nicht nur das Fleisch, sondern auch die meisten Knochen. Mit verspachtelt werden sogar Hufe, Hörner und Haare. Wobei die dann allerdings wieder in gepresster Form hochgewürgt werden.

Hyäne

Foto Hyäne: danielito

Gourmets-Teddybären
Koalas essen Eukalyptus-Blätter – das weiß jeder. Tag für Tag verdrücken sie davon viele Kilos. Doch Eukalyptus ist nicht gleich Eukalyptus. Der Koala akzeptiert von 300 Baumarten gerade mal 12. Wie ein Weinkenner rümpft der Koala die Nase, wenn er Blätter minderer Qualität vorfindet. Kommt gar nicht in die Tüte! Ob die Blätter den Qualitätsansprüchen des Koalas genügen, hängt auch von der Jahreszeit, der Region und der „Stimmung“ des Baumes ab. Ohne Witz! Eukalyptus-Bäume produzieren einen ekligen Stoff, um Tiere davon abzuhalten, ihre Blätter zu essen.

Runter damit!
Kühe, Schafe, Ziegen, Giraffen und Kamele haben nicht nur einen Magen, sondern gleich vier davon. Sobald sie etwas essbares unter die Hufe kriegen, wird in kürzester Zeit herunter geschlungen, was eben so rein passt. Es könnte ja schließlich ein Feind in der Nähe sein. „Daheim“ in den eigenen vier Wänden bzw., wenn sie ein sicheres Plätzchen gefunden haben, wird wiedergekäut. Ganz gemütlich und mit aller Zeit der Welt.

Eichhörnchen

Schlangen mit Eierköpfen
„Da waren die Augen größer als der Hunger“, sagt man, wenn sich jemand jede Menge Essen auf den Teller lädt und dann nur einen Teil davon schafft. Die afrikanischen Eierschlangen machen diesem Spruch alle Ehre. Sie schlucken Eier, die um ein vielfaches größer sind als ihr Kopf. Wie das geht? Sie hängen einfach ihren Unterkiefer aus und dann rein mit dem runden Ding. Erst danach wird das Ei geknackt und die restlichen Schalen ausgespuckt.

Betrunkene Katzen
Die asiatische Zibetkatze schnabuliert gerne kleine Nager, Vögel, Schnecken und Skorpione. Von Zeit zu Zeit kommt sie allerdings in die Verlegenheit, ihr persönliches Lieblingsgetränk zu sich zu nehmen: Palmensaft. Und zwar dann, wenn er bereits etwas gegoren ist und einen gewissen Alkoholgehalt hat. Guckt die Zibetkatze ein bisschen zu tief in den Palmensaft, torkelt sie betrunken umher - und fallen von den Bäumen!

Schimpansen essen sich gesund

Wenn wir krank sind, gibt es Zwiebelwickel und Senfumschläge, dazu Hühnersuppe und jede Menge heiße Zitronen. Auch die Schimpansen wissen sich zu helfen, wenn sich sich einen ordentlichen Schnupfen eingefangen haben. Ein Blatt hiervon, ein Blatt davon ...  und schon verschwinden die lästigen Parasiten aus dem Darm.

Ungewöhnliche Technik
„Da kann sich einem der Magen umdrehen“. Was wir so redensartlich sagen, ist uns übel. Für den Seestern bedeutet es das Gegenteil. Er isst, indem er seinen Magen nach außen stülpt. Nachdem er eine Muschel mit seinen Saugnäpfen aufgestemmt hat, füllt er sie mit seinen Verdauungssäften ab und wartet geduldig bis die Eieruhr klingelt. Nach wenigen Stunden ist die Muschel „gar“ bzw. weich und kann in aller Ruhe ausgeschlürft werden. Na, Prost  Mahlzeit ...


Seestern: Das Tier mit der ungewöhnlichsten Essens-Technik.

Hunger versetzt Berge

Der Brillenpinguin schwimmt täglich insgesamt um die 40 Kilometer, um sich die Backen zu füllen. Wenn er so richtig Kohldampf hat, legt er sogar über 100 Kilometer zurück. Das ist, als würde man eine Stunde mit dem Zug fahren, um sich eine Pizza zu besorgen.

Brillenpinguin

Kommentare (0)

RSS feed Kommentare

Kommentar schreiben

kleiner | groesser

busy