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Zitteraal

Steckbrief Zitteraal
Größe bis 2,5 m
Geschwindigkeit bis 8 km/h
Gewicht bis 20 kg
Lebensdauer 15-22 Jahre
Ernährung Fische, Amphibien
Feinde -
Lebensraum Südamerika
Ordnung Neuwelt-Messerfische
Familie Gymnotidae
Wissenschaftl. Name Electrophorus electricus
Merkmale langer Körper, kann Stromschläge verteilen
Sind Zitteraale gefährlich?

Der Zitteraal erzeugt Stromstöße mit über 600 Volt. Damit ist der er „elektrischste“ Fisch der Welt. Nicht nur für seine Beute, sondern auch für den Menschen kann er sehr gefährlich werden. Zum Glück ist der Zitteraal nicht aggressiv und der Stromstoß selbst in den seltensten Fällen die Ursache für einen tödlichen Unfall. Er kann allerdings zu Muskelverkrampfungen bzw. Herz- und Atemstillstand führen, der Menschen sogar im flachen Wasser ertrinken lässt.

Wie erzeugen Zitteraale Strom?

Zitteraale haben bis zu 6.000 Elektrozyten. Das sind abgewandelte, längliche, übereinander liegende Muskelzellen. Gibt der Zitteraal von seinem Gehirn aus den Befehl „Spannung aufbauen“, werden hintereinander alle 6.000 dieser elektrischen Zellen aktiviert und geben – jede für sich – niedrige Spannungen ab. Von Zelle zu Zelle wächst nun die Gesamtspannung an und beträgt am Schluss über 600 Volt. Damit der Strom fließen kann, muss es zwei unterschiedlich geladene Pole geben. Am Kopf des Zitteraals befindet sich der positive Pol und am Schwanzende der negative Pol.

Dauerfeuer: 150 Stromstöße pro Stunde

Ein Stromstoß dauert in der Regel nur wenige Millisekunden. Der Zitteraal ist dafür aber recht ausdauernd: In einer Stunde kann er bis zu 150 Stromstöße verteilen.

Wozu brauchen Zitteraale Strom?

Zitteraale benötigen den Strom sicherlich nicht, um im trüben Gewässern des Amazonas oder Orinocos eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen. Das würde ihm auch wenig helfen, denn seine Augen sind nicht besonders gut ausgebildet. Dennoch sieht der Zitteraal mit Hilfe der elektrischen Signale. Um sich zurecht zu finden, sendet er in regelmäßigen Abständen elektrische Signale von etwa 10 Volt aus und baut damit ein elektrisches Feld auf. Sobald ein Beutefisch nun hindurch schwimmt, verändert dieser es. Der Beutefisch bemerkt davon nichts, aber für den Zitteraal ist es, als würden Alarmglocken läuten.

Wieso ist der Zitteraal kein Aal?

Auch wenn er so heißt: Der Zitteraal gehört in die Tier-Ordnung der Neuwelt-Messerfische. Er wurde so bezeichnet, weil er den Aalen durch seine Körperform sehr ähnlich sieht.

Wie lange lebt ein Zitteraal?

In Gefangenschaft wurden männliche Zitteraale zwischen 10 und 15 Jahre alt, die weiblichen Zitteraale zwischen 12 und 22 Jahre.


Solange du Schüler bist, darfst du gerne die Infos und Bilder für dein Referat, Präsentation, Plakat oder Hausarbeit in der Schule verwenden. Wir freuen uns über einen Kommentar, wie dein Zitteraal-Referat angekommen ist. Wir haben alle Infos gewissenhaft recherchiert, sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben, schreibe uns eine kurze Mail.