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Giftschlangen

Es gibt viele Top 10-Listen der giftigsten Schlangen, die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten erstellt werden.


Wie gefährlich ist eigentlich „gefährlich“?

Einige betrachten nur die Schlangen in ihrem Land, welche die meisten Todesfälle verursacht oder stufen Schlangen allein aufgrund der Giftmenge ein. Wiederum andere beziehen in ihre Top 10-Liste mit ein, wie gut ein Biss zu behandeln ist. Manches Schlangengift ist extrem stark, aber so einfach „gestrickt“, dass es mit einem Gegengift leicht zu behandeln ist (z.B. das der Mamba). Andere Schlangengifte sind komplexe Gift-„Cocktails“ wie z.B. bei der Klapperschlange. Folgende Punkte sollten immer gemeinsam in Betracht gezogen werden:

  • Die abgegebene Giftmenge bei einem Biss
  • Die Toxizität des Gifts (= wie stark das Gift ist)
  • Die Länge der Zähne (= wie tief gelangt das Gift in den Körper/in eine Vene)
  • Das Verhalten, wenn die Schlange sich bedroht fühlt
  • Die Größe der Schlange

Außerdem hängt der Verlauf eines Bisses bzw. die erfolgreiche Behandlung von einigen weiteren Faktoren ab:

  • Ort der Bisswunde (je näher am Herzen, desto schlechter)
  • Verhalten des Menschen (bleibt er ruhig liegen oder bewegt er sich – dadurch wird das Gift schneller in den gesamten Körper transportiert)
  • Kann die Schlange eindeutig identifiziert werden? (wichtig für das Verabreichen eines Gegengiftes)
  • Alter und Gesundheitszustand des Menschen
Woher kommt das Schlangengift?

Schlangengift entsteht in der Ohrspeicheldrüse der Schlange.

Was ist Schlangengift?

Schlangengift ist ein komplexes Gemisch aus Proteinen und Polypeptiden, die enzymatische und toxische Eigenschaften besitzen.

Gefährlich = tödlich?

Die gefährlichsten Schlangen und die tödlichsten Schlangen sind zwei verschiedene paar Schuhe. Schlangen mit extrem tödlichen Gift, beißen nicht gleichzeitig auch bei jeder Gelegenheit wild um sich. Und andersherum gibt es Schlangen, deren Gift zwar nicht besonders stark ist, aber ihr Verhalten sehr unvorhersehbar und aggressiv.

Zytotoxisch: Schädigung von Zellen und Gewebe
Hämotoxisch: Stört die Blutgerinnung und/oder das Blutbildungssystem.
Myotoxisch: Schädigung von Muskelgewebe
Cardiotoxisch: Schädigung der Herzmuskeln
Neurotoxisch: Schädigung des Nervensystems
Hämorrhagisch: Schädigung der Blutzellen und –Gefäße

Wie man einen Biss vermeidet

In Deutschland gibt es kaum giftige Schlangen (siehe Artikel Giftige Tiere in Deutschland), daher kannst du dich ohne jede Sorge und Angst bewegen – und sofern du dich im Urlaub nicht abseits von touristischen Gebieten bewegst, ist die Gefahr ebenfalls sehr gering. Wer einen Abenteuer-Urlaub anstrebt, in einheimischen Dörfer übernachten und auf eigene Faust die Gegend auf Trampelpfaden erkunden will, sollte folgendes beachten:

  • Festes und hohes Schuhwerk tragen
  • Lange Hosen tragen
  • Beim Klettern nicht in Felsspalten fassen
  • Nicht in Gebüsche und Sträucher greifen
  • Beim Laufen fest auftreten (Schlangen spüren Erschütterungen)
  • Bei einer Begegnung die Schlange nicht reizen und NIEMALS versuchen, sie anzufassen oder zu fangen

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