Die gute Nachricht zuerst
Wie sieht es eigentlich in Deutschland aus? Gibt es hier giftige Tiere? Es gibt unzählige giftige Tiere, doch die wenigsten davon leben in Deutschland. Das Gift ist dieser Tiere ist weder wirksam genug, noch wird es in ausreichenden Mengen produziert, um uns ernsthaft zu schaden.
Aspisviper
Lebensraum: Steinbrüche (vor allem Südhänge), Flächen ohne Vegetation
Verbreitung: Südlicher Schwarzwald
Größe: bis 90 cm
Merkmale: dreieckiger Kopf, senkrechte Pupille
Die Aspisviper ist eine tagaktive Schlange und erbeutet vor allem kleine Säuger, Eidechsen und Vögel. Sie bleibt meist in ihrem „Kiez“ (sie bleibt ihrem Standort treu). Wenn du eine Aspisviper versehentlich in die Enge treibst oder erschreckst, rollt sich sich zusammen, hebt den Kopf an und zischt. Sie ist zwar nicht so giftig wie die Kreuzotter, doch ihr Biss kann ebenfalls sehr unangenehme, aber nicht tödliche Folgen haben: Die Wunde schwillt an und es kann zu Atemnot und Herzbeschwerden kommen. Am besten von einem Arzt untersuchen lassen!

Kreuzotter
Lebensraum: Heiden, Waldränder, Nadelwälder, Moore
Verbreitung: Norddeutsches Tiefland, Schwarzwald, Schwäbische Alb, Bayerischer Wald, Alpen
Größe: bis 90 cm
Merkmale: flache Schnauze, Kopf kaum breiter als der Körper
Auch die Kreuzotter ist eine Schlange und gehört zur Familie der Vipern. Sie ist sehr scheu und flüchtet in den meisten Fällen, bevor du sie überhaupt richtig gesehen hast. Sie beißt also nur, wenn jemand sie mutwillig anfasst oder auf sie tritt. Ihr Gift ist zwar wesentlich stärker, als das der berüchtigten Diamant-Klapperschlange, aber sie hat einfach nicht ausreichen davon. Sollte es tatsächlich mal zu einem Biss kommen, schwillt die Wunde stark an, es kommt zu Atemnot und Herzbeschwerden. Außerdem können Lähmungen auftreten. Ein Arztbesuch ist auch hier sicherlich sinnvoll.

Gartenkreuzspinne
Lebensraum: Waldwege, Waldlichtungen, Waldränder, Hecken
Verbreitung: Ganz Deutschland
Größe: bis 1,8 cm
Merkmale: helles gelbbraun bis dunkles rotbraun oder schwarzbraun, am Hinterleib befinden sich 5 Flecken mit weißer Kreuzeichnung
Die Gartenkreuzspinne sitzt meist in der Mitte ihres ca. 30 cm breiten Radnetzes und lassen sich von Juli bis September leicht beobachten. Ihre Giftklauen befinden sich vorne am Kopf, doch sie sind so kurz, dass sie kaum durch die menschliche Haut dringen. Selbst wenn ihr das gelänge, wäre ihr Gift nicht tödlich für uns. Wer von einer Kreuzspinne gebissen wird, sollte also keine Angst haben. Es fühlt sich an, als wäre man von einer Mücke gestochen worden. Nach kurzer Zeit ist der „Schmerz“ daher auch schon wieder vorbei.

Dornfingerspinne
Lebensraum: Saarland, Rhein-Main-Gebiet, Sachsen-Anhalt, Sachsen
Verbreitung: Hochstauden, Waldlichtungen, Wiesen, Wegränder.
Größe: bis 1,5 cm
Merkmale: rot-orangener Vorderkörper, gelblich bis grünlicher Hinterleib
Die Dornfingerspinne (korrekte Bezeichnung „Ammen-Dornfinger“) ist nachtaktiv und hängt tagsüber in ihren Ruhegespinsten ab. Bei der Dornfingerspinne sieht es schon etwas anders aus. Ihre Giftklauen sind – im Gegensatz zur Kreuzspinne – deutlich länger. Vor allem wenn sie im Juli den Kokon mit ihren Jungen verteidigt, kann es zu einem Biss kommen, der schmerzhafte Wunde nach sich zieht. Sie kann sich sogar dunkel verfärben und entzünden. Manche Menschen verspüren sogar Schwindel, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden. In diesen Fällen solltest du natürlich sofort zum Arzt. Für gewöhnlich ist ihr Biss aber nicht schlimmer als ein Wespenstich.

Feuersalamander
Lebensraum: Hügel- und Bergland, Felsblöcke, Baumwurzeln, totes Holz, flache Steine
Verbreitung: Erzgebirge, südwestliches Bayern, Schwarzwald
Größe: bis 23 cm
Merkmale: schwarze, glatte Haut mit gelben oder orangefarbenen Mustern
Nur Angucken, nicht Anfassen! Um Bakterien und Pilze fern zu halten, produziert der Feuersalamander über Hautdrüsen eine Flüssigkeit oder auch Sekret genannt. Für Hunde und Katzen kann sein Gift wirklich zum Problem werden. Wird der Feuersalamander mit dem Maul „untersucht“ verkrampfen sich durch das Sekreet die Muskeln im Kiefer. Es kommt zur Maulsperre und zu erhöhtem Speichelfluss. Beim Menschen verursacht sein Sekret nur ein leichtes Brennen auf der Haut. Besonders empfindlichen Menschen oder kleinen Kindern kann dagegen auch schon mal übel werden.

Kommentare (6)
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sus
Ich mag Tiere. Spinnen gehören zwar nicht zu meinen Lieblingstieren, aber sie sind ja ganz nützlich.
mic
Um es mit den Worten von Spock zu sagen: "Faszinierend!"
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Lasst die Tiere leben, dann lassen sie euch leben!
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in der Nachbarschaft leben.







