Ich bin flach – flupp – ich bin eine Kugel!
Der Kugelfisch bläst sich bei Gefahr auf – wie in einem lustigen Comic. Er schluckt in Sekundenschnelle Wasser und pumpt sich damit zu einem Ballon auf. Und der Angreifer weiß: Oh weh, der Fisch ist einfach eine Nummer zu groß für mich! Es kann aber auch passieren, dass der Kugelfisch erst bemerkt, wenn er bereits im Maul des hungrigen Angreifers steckt. Er bläst sich auf, wodurch der Kugelfisch nicht herunter geschluckt werden, aber auch nicht wieder entkommen kann! Das Ergebnis: Beide Fische sterben!

Die bekantesten Stacheln
36 Grad, heißer Sand brennt bei jedem Schritt zwischen den Zehen, aber das tiefblaue Meer nur noch wenige Meter weit entfernt. Als Nächstes brennt nicht mehr der Sand, sondern ein stechender Schmerz ... ein Seeigel hat sich mir nichts dir nichts unter die eigenen Füße geschmuggelt. Das war Absicht! Oder nicht? Seeigel sind natürlich nicht darauf aus, Menschen zu ärgern, aber ihre Stacheln sind selbstverständlich nicht nur Dekoration. Mit ihren langen, beweglichen Stacheln rollen sie munter über Felsen und Algen. Aber auch an der Küste, an sandigen Stränden fühlen sie sich wohl. Die Seeigel, die dort leben, haben wesentlich kürzere und dichtere Stacheln, mit denen sie sich im Sand ein buddeln. Dabei benutzen sie eine ganz besondere Technik. Sie besitzen Kugelgelenke und können dadurch ihre kurzen Stacheln easy drehen. Außen stehende (oder Außen schwimmende?) würden sagen: „Hey, da wirft jemand mit Sand um sich, sieht aus wie ein kleiner Ventilator.“ Unter den Seeigel tummeln sich allerdings auch „Giftmischer“. Sie besitzen Stacheln, die innen hohl und mit Gift gefüllt sind – wie kleine Spritzen. Du kannst dir vorstellen, was bei einem Einstich passiert ... Lederseeigel haben sogar richtige Giftblasen an ihren Stacheln.
Echt fiese Stacheln
30.000 Stacheln sind an sich schon eine Angst einflößende Menge an möglichen, schmerzhaften Begegnungen. Das nordamerikanischen Urson setzt noch eins drauf. Die 30.000 Stacheln auf seinem Schwanz besitzen auch noch fiese Widerhaken. Wenn dem Urson ein Tier blöd kommt, schlägt es mit dem Schwanz nach ihm. Findet ein Stachel einen neuen Besitzer, so wandert er durch den Widerhaken oft komplett durch den Körper. Auaaaaa....
Die giftigsten Gift-Fischli
Skorpionfische, Drachenköpfe, Rotfeuerfische, Steinfische – sie und rund 250 andere Fischarten sind hochgiftig und besitzen fiese Stacheln. Ihre Rückenflossen wurden in Giftstacheln umfunktioniert und am Hinterteil sitzen auch Dornen. Auch der Stechrochen hat seinen Namen nicht von ungefähr. Auf seinem Schwanz hat er zwei kleine, giftige Harpunen.Der Igel besitzt ein federndes Nadelkissen
Der Igel überlebt stürze, indem er sich zusammenrollt, auf die Stacheln fällt und zurück schnellt und dann davon schlendert. Er klettert aber nicht oft und nicht gut.

Da bibbern selbst Löwen
Das afrikanische Stachelschwein schwingt bei Gefahr seinen Schwanz und lässt die längsten und gefährlichsten Stacheln auf den Gegner los. In sein Gesicht und Körper. Verursacht eiternde Wunden. Mehr Löwen in der afrikanischen Savanne werden von Infektionen durch Stachelschwein-Stacheln getötet als durch etwas anderes. Stacheln sind 13 cm lang. Mit Widerhaken.

Der Dornteufel trinkt aus Strohhalmen
Dieser Leguan macht seinem Namen alle Ehre. Er lebt in der Wüste Australiens und lässt sich dort gerne die Ameisen schmecken. Um nicht selbst verspeist zu werden (von Vögeln) hat er auf seinem ganzen Körper Schutzplatten aus Horn. Sie sehen aus wie Dornen und lassen das Tier aussehen, als wäre es vom Mars. Kein Wunder, dass die Vögel lieber den Schnabel von ihm lassen. Die Dornen haben aber noch einen weiteren, ziemlichen praktischen Zweck: Wenn sich in der Nacht Tau auf den Dornen sammelt, läuft er über den Dornenschuppen am Rücken direkt in den Mund des Tierchens. Coooole Trinkhalme!
Legolas im Seetang-Wald
Die Kegelschnecke hat keine spitzen Ohren und lebt auch nicht in Bruchtal, ist aber eine der gefürchtetsten Bogenschützen im Meer. Wer ihr in die Quere kommt, macht schnell Bekanntschaft mit ihren Giftharpunen, die sie direkt aus ihrem Köcher, ihrem Maul, abfeuert. Die Widerhaken verhaken sich in der Beute und das Opfer wird mit einem hochprozentigem Nervengift gelähmt. Und jetzt wird es eklig: Die Kegelschnecke verspeist ihr Opfer danach komplett mit Haut und Haaren. Flink wie Legolas ist sie auch noch: Reicht ein Pfeil nicht, zieht sie – zackzack – einen neuen Pfeil aus ihrem „Köcher“, den sie im Inneren ihres Körpers trägt. Sei vorsichtig, wenn du eine lebende Kegelschnecke am Strand findest. Selbst für einen Menschen ist ihr Gift gefährlich – so gefährlich sogar, dass du daran sterben kannst! Also: Finger weg!










