Barten-Drachenfisch

Tierisch kalt, stockdunkel und so gut wie kein Futter
Tiere in der Tiefsee zu erforschen, ist wie Aliens Guten Tag zu sagen. Die Lebewesen sehen zerbrechlich und gruselig aus. Ihre Körper sind oft durchsichtig, manche besitzen riesige Augen und viele der Tiere leuchten im Dunkeln (!). Diese Tiere zu beobachten ist eine wahre Herausforderung. Man kann sie nicht hoch an die Oberfläche holen, denn der fehlende Druck, würde die Tiere qualvoll verenden lassen. Taucher wiederum sind dem starken Druck nicht gewachsen. Derzeit können nur spezielle Tauchroboter Fotos und Videos wieder mit nach oben bringen.

Tiere haben ihre eigenen Glühbirnen

Ab 1.000 Meter tappen die Tiere im Dunkeln. Und dennoch sehen sie. Sie besitzen eigene Leuchtorgane oder benutzen Leuchtbakterien, durch die sie sehen können. Damit versuchen sie aber nicht, ihre Umgebung zu erhellen, sondern um sich gegenseitig zu erkennen oder mit anderen zu kommunizieren.

Seescheide

Foto Seescheide: Esculapio/Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported

Ich geh' mit meiner Laterne...

Der Laternenfisch besitzt kleine Beutel unter seinen Augen, die er mit Leuchtbakterien füllt. Droht Gefahr, ist es natürlich geschickt, sich unsichtbar zu machen und so klappt der Laternenfisch einfach ein Augenlid herunter wie eine Jalousie und schirmt das Licht der kleinen Bakterien ab.

Viperfisch: Fiese Zähne!Der gruselige Viperfisch

Eine Schlange oder ein Fisch? Irgendwie beides! Der Viperfisch hat Zähne, die den Giftzähnen einer Viper sehr ähnlich sehen. Mit ihnen erdolcht der Viperfisch seine Beute. Aber das ist noch nicht das eigentlich spannende an ihm. Überall an seinem Körper hat er Leuchtorgane, bis zu 1.500 Stück. Bei Berührung fängt der ganze Körper an zu leuchten! Der Viperfisch lebt in Tiefen bis zu 3.000 Metern.

Wo ist das Futter?

Eigentlich könnten die Tiere auf tote Fische warten, die von oben herab sinken. Aber das würde bis zu einer Woche dauern. Außerdem haben die Tiere in dieser Zeit sämtliche Nährstoffe verloren und sind damit alles andere als ein Leckerbissen. Wie kommen die Tiere also an Futter? Sie sind noch mehr als alle anderen Tiere darauf angewiesen, Beute anzulocken – oft durch ihre Leuchtorgane. Viele Tiefseefische besitzen auffällig große Bäuche. Gelingt ihnen mal ein Fang, wollen sie schließlich alles ratzeputz auf futtern.

Bartendrachenfisch

Immer wieder neue Tierarten

Wie das Forschungsinstitut CSIRO berichtet, haben deren Biologen südöstlich der Insel Tasmanien neue Tierarten entdeckt. In Australien tauchte ein Forschungsroboter ab – und zwar 3.000 Meter in die Tiefe! Ist dort unten etwas? Gibt es dort Leben? Eigentlich war der Roboter „Jason“ nur auf der Suche nach fossilen Korallen. Mit Tieren haben die Forscher nicht gerechnet. Ihre Entdeckung: fleischfressende Seescheiden (die sonst nur Pflanzenfresser sind), Seespinnen, riesige Schwämme, Entenmuscheln (Krebse) und See-Anemonen. Der tapfere Roboter namens Jason durchkämmte die Region südöstlich der Insel Tasmanien vier Wochen lang, kam 4.010 Meter tief und tauchte bis zu 48 Stunden am Stück.

Der Anglerfisch angelt mit Licht

Der Anglerfisch hat seinen Namen nicht von Ungefähr. Über seinem Kopf hängt eine Angel mit einem kleinen Beutel voller Leuchtbakterien. Es sieht so aus, als würde der Fisch selbst fischen. Kleine Tiere fühlen sich durch seine „Glühbirne“ magisch angezogen – und ihre Unvorsichtigkeit führt sie direkt in das Maul des Anglerfisches.

Anglerfisch


Gespenstische Gespensterfische!

Gespensterfische haben ihren Namen durch ihre fast durchsichtigen und dadurch recht gruselig aussehenden Köpfe. Sie leben zwischen 400 und 2.500 Meter tief und transportieren so selbst die schwächsten Lichtstrahlen direkt zu ihren Augen. Bisher wurde angenommen, dass die Augen starr nach oben gerichtet sind, um vom oben nahende Feinde erkennen zu können. Forscher des Moneterey Bay Aquariums in Kalifornien haben aber herausgefunden, dass der Gespensterfisch seine Linsen rotieren lassen kann. Auf spiegel.de könnt ihr euch den gruseligen Gespensterfisch in einem Video ansehen.

Gespensterfisch

Welcher Fisch lebt am tiefsten?

Zur Zeit ist bei den Fischen der Schlangenfisch der Gattung Brotulas Rekordhalter. Im Puerto-Rico-Graben im Atlantischen Ozean hat man ihn in 8.370 Meter Tiefe gefunden. Es gibt jedoch krabbenähnliche Wesen, die sogar noch tiefer leben: Der Flohkrebs wohnt 11 Kilometer unter der Wasseroberfläche!

Kommentare (5)

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vielen dank wenn es euch net geben würde wüste ich auch nicht mehr weiter ihr seid die besten macht weiter so
Jenny , 8.03.2010
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Absolut perfekt, weiter so! Tolle Texte & Recherchen, ich gucke nach Tieren immer zuerst bei euch, weil ihr wertvollere Informationen als wikipedia bietet!

:)
fan der tierchenwelt , 17.05.2009
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Weiter so. Tolle Texte!!!!!!!!!!!!!!!!!!

best animal friend , 27.04.2009
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Danke! :)
tierchenwelt , 25.02.2009
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http://www.spiegel.de/video/video-53151.html

kleine berichtigung zum gespensterfisch ;)
Judith Rakers , 25.02.2009

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