Anzeige
Anzeige - Zum Artikel nach unten scrollen

Video: Winterschlaf

Im Sommer finden Tiere reichlich Nahrung. Sobald aber der Herbst kommt finden sie immer weniger Futter und mit dem ersten Schnee begeben sich manche Tiere deshalb in den Winterschlaf. Wie unterscheidet sich jetzt eigentlich der Winterschlaf von Winterruhe und Winterstarre?

Winterschlaf

Igel, Murmeltiere, Siebenschläfer, Fledermäuse und Haselmäuse halten Winterschlaf. Sie zehren während des Winterschlafs von ihren Fettreserven. Bis zum Frühling fressen sie nur sehr wenig oder gar nichts. Der Winterschlaf hilft ihnen, Kräfte zu sparen.

Der Igel sucht sich im Herbst ein gemütliches Versteck. Dort ist er vor eisigem Wind geschützt. Sobald er sich im Winterschlaf befindet, darf man ihn nicht mehr wecken. Für das Aufwachen bräuchte er viel zu viel Kraft, er würde aber im Schnee kein Futter finden.

Winterschlaf - Igel Winterschlaf - Igel

Bonus-Info:
Auch Murmeltiere halten Winterschlaf und verschwinden mit dem ersten Schnee in ihrem Bau unter der Erde. Sie kuscheln sich dicht aneinander und halten sich so gegenseitig warm. Während des Winterschlaf sind manchmal bis zu 20 Murmeltiere in einem Bau.

Der Siebenschläfer gräbt sich unter der Erde ein und rollt sich dort zu einer Kugel zusammen. Er ist vor dem Winterschlaf doppelt so schwer. Die Haselmaus hält in Erdhöhlen, Baumhöhlen oder Laubhaufen Winterschlaf. Fledermäuse, die im Herbst nicht Richtung Süden ziehen, halten ebenfalls Winterschlaf.

Winterschlaf - Siebenschläfer Winterschlaf - Siebenschläfer

Winterruhe

Braunbären, Eichhörnchen, Waschbären, Marderhunde, Dachse und Feldhamster halten Winterruhe. Die Tiere schlafen nicht bis zum nächsten Frühjahr durch, sondern wachen regelmäßig auf. Einige verlassen dann ihren Bau, fressen Vorräte oder suchen nach frischer Nahrung.

Das Eichhörnchen legt im Herbst einen Vorrat an Nüssen an. Es vergräbt sie im Boden oder versteckt sie in Rindenspalten. In der kalten Jahreszeit gräbt das Eichhörnchen dann die Nüsse wieder aus und frisst sich dann daran satt. Der Erdboden ist quasi eine riesige Tiefkühltruhe, aus der sich die kleinen Nager ganz bequem bedienen können. Um die kalte Jahreszeit zu überstehen, hat der Braunbär vor dem Winter bis zu 40 kg zugenommen. Rechtzeitig mit dem ersten Schnee hat er seine Höhle mit Pflanzen ausgekleidet und verbringt dort die nächsten Monate.

Winterruhe - Eichhörnchen Winterruhe - Eichhörnchen

Bonus-Info:
Während dieser Zeit frisst und trinkt der Braunbär nicht, wacht aber ab und zu auf und vertritt sich die Beine.

Bonus-Info:
Waschbären mögen Eicheln, Nüsse, Fische, Amphibien und Eier. Vor dem Winter fressen sie sich vor dem Winter einen dicken Wanst an. Sie können dann doppelt so viel wiegen wie im Sommer. Der schwerste Waschbär brachte 28,4 kg auf die Waage.

Bonus-Info:
Der Dachs legt ebenfalls einen Bau an. Mit dem ersten Schnee verzieht er sich in seinen kuschelige Höhle und verschließt den Eingang mit Blättern und Erde.

Feldhamster legen in etwa 1 m Tiefe einen Bau an, denn dort gibt es keinen Bodenfrost. In seiner Vorratskammer tief unter der Erde lagert er gut 2 kg Hülsenfrüchte, Rüben und Kartoffeln.

Winterstarre

Fische, Frösche, Eidechsen, Schildkröten und Insekten verfallen in die so genannte Winterstarre. Noch vor dem ersten Frost vergraben sie sich im Schlamm oder verstecken sich in kleinen Erdmulden. In der Winterstarre bleiben sie so lange, bis es im Frühjahr wieder wärmer wird. Man kann sie nicht aufwecken!

Der tierchenwelt-Check!

Tiere, die Winterschlaf halten, schlafen die ganze Zeit und nehmen keine Nahrung auf. Sie haben langsamen Stoffwechsel und eine niedrige Körpertemperatur.

Tiere, die Winterruhe halten, sind ab und zu wach und suchen nach Futter. Sie haben einen normalen Stoffwechsel und eine normale Körpertemperatur.

Tiere in der Winterstarre sind komplett erstarrt. Man kann sie nicht wecken. Sie haben einen sehr langsamen Stoffwechsel und eine sehr niedrige Körpertemperatur.

Winterschlaf - Check! Winterschlaf - Check!