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Video: Tierische Teams

Warum leben Tiere in Gruppen?

Hast du dich schon mal gefragt, warum Löwen in einem Rudel leben? Oder warum Vögel Schwärme bilden? Warum leben Bienen zu tausenden in einem Bienenstock? Und Ameisen in riesigen Kolonien?

Welchen Vorteil hat es, in großen Gruppen zusammenzuleben?

Viele Tiere suchen die Gesellschaft ihrer Artgenossen. So haben sie eine höhere Chance, zu überleben. Sie wärmen sich gegenseitig, warnen einander vor Gefahren und verteidigen sich gegen Raubtiere. Oder sie kümmern sich gemeinsam darum, dass der Nachwuchs gesund heranwächst. Auch die Futtersuche ist gemeinsam einfacher.

Tierische Teams - Ameisen Tierische Teams - Ameisen

Beispiel: Schutz vor der Kälte

In der Antarktis kann es Minus 90 Grad haben. Wenn dazu noch ein eisiger Wind über die flachen Ebenen fegt, wird es noch ungemütlicher. Damit die Pinguine bei der eisigen Kälte nicht erfrieren, drängen sie sich dicht aneinander und wärmen sich gegenseitig.

Beispiel: Verteidigung vor Angreifern

- Erwachsene Flusspferde können bis zu 4,5 Tonnen wiegen und sie haben lange, gefährliche Eckzähne. Deshalb haben sie auch kaum Feinde. Ihr Nachwuchs kann sich jedoch nicht so gut verteidigen. Krokodile, Löwen und Hyänen haben es auf sie abgesehen. Deshalb bleiben Flusspferde immer nah beieinander, wenn sie ein Nickerchen machen. Sollte sich ein Raubtier nähern, können sie sich gegenseitig warnen und schützend um die Jungtiere stellen.

Tierische Teams - Verteidigung Tierische Teams - Verteidigung

- Erdmännchen haben viele Feinde, z. B. Greifvögel und Wildhunde. Deshalb müssen sie sehr wachsam sein. Während die einen Tiere in Ruhe Futter suchen und fressen, halten die anderen gemeinsam Wache. Sobald sich ein Raubtier nähert, beginnen sie zu pfeifen. Nichts wie ab in den Bau!

- Die Heimat der Gnus sind die Savannen in Afrika. Wenn gegen Ende der Regenzeit das Gras verwelkt, ziehen die Gnus über die weite Savanne nach Norden, um saftigere Weiden zu finden. Doch dazu müssen sie einen großen Fluss überqueren. Der hat es in sich und zwar wortwörtlich: Hungrige Krokodile warten nur darauf, dass die Tiere ihnen geradewegs zwischen die Zähne laufen. Als Gemeinschaft haben die Gnus eine größere Chance, zu überleben.

Bonus-Info: Coole Zahlen

Insekten bilden große Völker und Staaten. Ein Bienenvolk kann zum Beispiel aus 40.000 bis 60.000 Bienen bestehen. In einem einzigen Termitenhügel leben für gewöhnlich zwischen 5.000 bis zu 200.000 Termiten. Ameisen leben in Kolonien von wenigen hundert bis über 20 Millionen Tieren. Im japanischen Hokkaido gibt sogar es eine so genannte Super-Kolonie mit 300 Millionen Ameisen.

Tierische Teams - Check! Tierische Teams - Check!

Auch Vögel nisten häufig in riesigen Kolonien. Am Natronsee in Tansania leben 2,5 Millionen Zwergflamingos. Pinguine bleiben nicht nur in der Antarktis dicht beieinander. Auf der Macquarieinsel in der Lusitania-Bucht (Australien/Tasmanien) nisten über 3 Millionen Pinguine zusammen.

Ebenso kann man bei den Säugetieren große Gruppen finden - nicht nur bei den Gnus, Flusspferden und Erdmännchen. Auf der Macquarieinsel leben 80.000 See-Elefanten zusammen und in einer großen Höhle in Texas („Bracken Cave“) leben über 20 Millionen Mexikanische Bulldoggfledermäuse.

Bonus-Info: Einzelgänger

Es gibt auch Tiere, die lieber alleine sind. Man nennt sie Einzelgänger. Zum Beispiel der Große Panda, das Nashorn oder die Schildkröte.

Der tierchenwelt-Check!

Warum leben Tiere in Gruppen? Gemeinsam ist vieles leichter! Die Tiere schützen sich gegenseitig vor Kälte, verteidigen sich gegen Raubtiere, gehen gemeinsam auf die Futtersuche oder auf Partnersuche. Sie helfen sich bei Aufzucht der Jungtiere und sie lernen voneinander.

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