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Frosch: 3 Jahre Super-Schlaf!

Ich mach mal eben ein Nickerchen … für so etwa 3-4 Jahre! Dieser Satz könnte von einem Frosch stammen, genauer gesagt vom australischen Laubfrosch.

Schlaf für die Schlaflosen

Was würden Menschen mit Schlafstörungen darum geben, einmal so lange zu schlafen! Der australische Laubfrosch Cyclorana alboguttata gönnt sich aber nicht so viel Schlaf, weil er müde wäre.

Der Laubfrosch braucht - wie fast alle Frösche - Wasser. Wenn aber der Regen ausbleibt und er keine Wasserstellen findet, gräbt er sich kurzerhand in der Erde ein. „Abwarten und (keinen) Tee trinken“, heißt sein Motto.

Frosch Cyclorana alboguttata Frosch Cyclorana alboguttata - Foto: Donna Flynn [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Bekommt er keinen Hunger?

Um die unfreiwillige Fastenzeit zu überstehen, hat er einen ganz besonderen Trick: Um Energie zu sparen, verlangsamt er einfach seinen Stoffwechsel. Die Mitochondrien (besondere Teile von Zellen, die wie kleine „Energiekraftwerke“ für den Körper sind) bleiben aber weiterhin aktiv. Aus diesem Grund ist der Laubfrosch nach dem Nickerchen auch ganz schnell wieder fit.

Biologen sind fasziniert

Aber was passiert mit seinen Muskeln? Wenn sich der Frosch eingräbt und eine ganze Weile lang nicht bewegt, warum bauen sie sich nicht ab? Auch bei uns Menschen nimmt die Muskelmasse ganz schnell ab, wenn wir nicht regelmäßig trainieren. Der Laubfrosch hat damit jedoch keine Probleme.

Ein Frosch für die Raumfahrt

Wieso er keine Muskeln abbaut, wissen die Forscher noch nicht. Die Ursache wäre aber äußerst interessant für die Raumfahrt. Da sich die Astronauten durch die fehlende Erdanziehungskraft in der Schwerelosigkeit befinden, müssen ihre Gelenke und Wirbel ganz plötzlich für einen längeren Zeitraum kein Gewicht tragen.

Also werden auch ihre Muskeln nicht beansprucht und bauen sich Schritt für Schritt ab. Wenn die Astronauten dann zur Erde zurückkehren, können sie unter starken gesundheitlichen Problemen leiden.

Schon gewusst?

Laubfrösche bilden die artenreichste Familie der Forschlurche. Sie haben meist eine glatte Haut, lange Beine zum Springen und sie leben die meiste Zeit in Bäumen tropischer Regenwälder. Es gibt um die 890 Laubfroscharten.