Stinktier
Fiese Stinker und feine Näschen
Tierischen Gerüchen und Geruchssinnen auf der (Duft)-Spur! „Der stinkt ja zum Himmel!“ hören wir uns selbst reden, wenn jemand vergessen hat, zu duschen. Kommt er uns zu nahe, haben wir die Nase voll und er kann sich auf etwas gefasst machen. Tja, das „riecht nach Ärger“. Obwohl es viele Redewendungen zum Thema „Riechen“ gibt, haben wir Menschen kein besonders feines Näschen. Tiere schon!

Oder hast du schon mal ein Schoko-Eis in fünf Kilometer Entfernung erschnuppert? Einige Tiere sind auch besonders, nun ... sagen wir mal „geschickt“ im ... Pupsen. Kannst du ein 100 Grad heißes Säuregemisch fahren lassen? Hier sind die fiesesten Stinker und die feinsten Näschen im Tierreich!

Große Stinker
Yo! Wenn der Gangsta-Käfer nervös wird...

Besondere Vorsicht ist beim Bombardierkäfer geboten. Wenn er mit jemandem einen „Beef“ hat (= engl. für Streit), beginnt er erst nervös hin und her zu rennen. Dann zückt er seine "Pistole" und schießt wild mit ekeliger Säure um sich. Die produziert er in einer kleinen Blase, von wo sie in eine Art Pistolenlauf geleitet wird. Zusammen mit anderen Stoffen steigt dort die Temperatur schlagartig an, es entsteht großer Druck und mit einem großen Knall entlädt sich das 100 Grad heißes Gemisch. Gerne ballert er auch mehrmals hintereinander, um durch die dunklen Mief-Wolken ungesehen abzuhauen. Wohin? In sein Revier natürlich.

Stinke-Käfer: Vorsicht, wenn er sich auf den Kopf stellt. Dann miefts gleich! Wipfelstachel-Wanze: Mit ihrem Parfüm schlägt sie Vögel in die Flucht.

Skunkfrosch in der Nähe? Bloß weg!

Der Skunkfrosch aus Venezuela ist der am übelsten stinkende Frosch der Welt. Wenn er sich bedroht fühlt, produziert er einen Schleim der bestialisch nach Schwefel riecht. Der Frosch ist so selten, dass er seit den 90er Jahren nicht mehr gesehen wurde. Vielleicht hat ihn aber jemand gerochen.

Vier Kilometer weit stinken? Kein Problem!

Stinktiere sprühen ihre Stinkflüssigkeit zielgenau in die Augen ihrer Feinde. Das Gemisch ist so ätzend, dass andere Tiere und sogar Menschen (kurzzeitig) erblinden können. Tipp: Nicht näher als 6 Meter an ein Stinktier heran, denn weiter können sie nicht sprühen. Hat die Kleidung dennoch etwas abgekommen, dann bitte wegwerfen. Es sei denn, man möchte bis zum Lebensende noch in vier Kilometer Entfernung erschnuppert werden („Hey, da hinten ist doch Jürgen... der uähh...“). Der Geruch ist wie ein Mix aus Knoblauch, Schwefel und angebranntem Gummi.

Stinktier

Ameise? Bär? Vor allem ein Stinktier!

Der Ameisenbär wird auch als Stinktier des Waldes bezeichnet. Es heißt, seine faulig-riechenden Sekrete müffeln vier mal stärker als die des Stinktiers.

„Ich bin tot und stinke wie Aas“

Die kubanische Zwergboa sollte unbedingt nach Hollywood. Die kleine Schauspieler-Schlange lässt bei Gefahr Blutäderchen platzen, damit sie aus Mund und Nase blutet. Außerdem verströmt sie einen Geruch, der nach Aas duftet. Da vergeht jedem der Appetit.

Marienkäfer: Er stinkt aus den Knien. Auf jeden Fall ist er kreativ.Kleine Stinker
Ideal in der Küche

Graue Riesenkängurus tragen bei vielen Farmern den Kosenamen „die Stinker“. Zum Glück riecht es „nur“ nach einigen Kilos Curry.

Marienkäfer stinken aus den Knien

Die putzigen roten Käfer mit den schwarzen Punkten, die man so gerne zählt, können ganz schön unangenehm werden. Wenn sie sich gestört fühlen, produziert er eine müffelnde Chemikalie, die aus ihren  Knien (!!) kommt. Er will seinen Feinden weiß machen, er sei ungenießbar und da diese Taktik offensichtlich aufgeht, gibt es auch schon einige Trittbrettfahrer – Käfer die sich ebenfalls rot-schwarz „kleiden“, obwohl sie gar nicht giftig sind.

Nachtpfauenauge: 11 Kilometer weit riechen? Möchte man nicht immer!Leidenschaftliche Schnupperer
Ach, da bist du ja, mein Schatz!

Der Nachtpfauenauge-Mann kann seine Herzensdame in 11 Kilometer Entfernung wittern. Ein einziges Duftmolekül des Schmetterlings reicht aus, um seinen Weg in das feine Näschen des Männchens zu finden.

Es liegt Heimatfluss in der Luft

Wer hätte gedacht, dass Fische auch riechen können. Die Jungfische schwimmen im Alter von ein bis drei Jahren erst einmal vom Fluss ins Meer. Sobald sie erwachsen sind, kehren sie zurück. Zu diesem Zweck ist es natürlich gut, sachdienliche Hinweise über die Lage des Heimatflusses zu besitzen. Doch auf die ist er nicht im geringsten angewiesen. Über tausende von Kilometern hinweg kann er seinen Heimatfluss erschnüffeln.

Ungewöhnliche Nasen

Krankheiten über den Geruchssinn wahrnehmen – hört sich Irre an, oder? Einige Tiere können das. Und diese Tiere sind sogar unter uns! Hunde haben bekanntlich eine Spürnase. Wenn man sie darauf trainiert, würden sie ein Salzkorn aus 10.000 Tonnen Chips herausriechen. Und angeblich können sie sogar Krebs-Erkrankungen wittern. Das Training ist jedoch sehr kompliziert und die Trefferquote umstritten.

Hund

Foto Wipfelstachelwanze: Jusben

Kommentare (3)

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also ich finde stinktiere süß =) die stinken eigentlich nicht so extrem, habe schon mal erfarung gemacht ;) xDDD stinkwanzen stinken aber!!!!!!! so bin ich mal den schwarz-weißen rackern begegnet: als ich mal in amerika im urlaub durch durch einen wald gelaufen bin, rannte irgendwas schwarz-weißes an mir vorbei. ich wusste aber nicht was das war, denn es war soo schnell (glaubt mir)! später ging ich in eine bar, und wollte eine cola trinken, da meinten die leute "was stinkt der hier so dermaßen?!" ich riechte an meiner hose und merkte, dass ich das war. da wusste ich das ich eine begegnung mit einem stinktier hatte ;)
cool , 24.11.2009
...
iiieh, marienkäfer stinken aus den knien???? wie eeeklig!
sandy92 , 2.12.2008
...
da bin ich doch gerne mal verschnupft...
Jule , 1.12.2008

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