Tierische Tricks gegen die Kälte!
Brrrr! Nase und Ohren sind rot und kalt, die Füße fühlen sich an wie Eisklumpen und die Finger sind ganz steif. Im Winter müssen wir uns dick einpacken, damit wir uns keine fiese Erkältung einhandeln. Bergsteiger leben sogar richtig gefährlich, denn wenn ihnen Finger und Zehen erfrieren, müssen diese notfalls amputiert werden. Den folgenden Tieren passiert das nicht. Sie planschen in heißen Quellen, tragen Thermounterwäsche und essen sogar Frostschutzmittel!
Eiswasser lässt Entenfüßchen „kalt“
Die Ente paddelt tagein tagaus munter im See. Ob bei Affenhitze, ungemütlichem Regenwetter oder im tiefsten Winter. Aber bekommt eine Ente im kalten Wasser nicht Eisfüße? Und dann einen ordentlichen Schnupfen? Wo sind die Winterstiefel? Des Rätsels Lösung: Enten haben keine Nerven und keine Blutgefäße in den Füßchen. Daher macht ihnen das kalte Wasser nichts aus. Sie spüren es nicht und sie nehmen auch keinen Schaden.

Der Polarfuchs trägt Thermounterwäsche
In der Antarktis kann es schon mal -70 Grad haben – und dazu kommen auch noch ziemlich stark, eisige Winde. Zum Glück ist der Polarfuchs mit einer Art „Thermounterwäsche“ ausgestattet. Sein Fell ist nicht nur ziemlich dicht, sondern besteht auch noch zu 70 Prozent aus super warmer Unterwolle. Auch seine Pfoten haben ein dickes Fell, das im lockeren Schnee wie Schneeschuhe vor dem Einsinken bewahrt.
Rentiere haben Frostschutzmittel im Blut
Moos steht bei Rentieren auf der Speisekarte ganz oben. Das hat auch einen bestimmten Grund, denn die Pflanze enthält eine bestimmte Chemikalie. Sie verhindert, dass das Blut gefriert.Affen hängen gerne im Jacuzzi ab
Rotgesichtsmakaken sind vermutlich die einzigen Affen, die kein Problem mit Schnee haben. Sie leben auf den japanischen Inseln, wo es im Winter auch schon mal -25 Grad haben kann. Wird den Rotgesichtsmakaken zu kalt, dann hüpfen sie in die heißen Quellen, die es dort überall gibt und hängen stundenlang darin ab, bis ihnen wieder warm genug ist.Kälte-Rekorde
| Polarfuchs |
-70 Grad |
| Grönland-Bärenspinner (Raupe) | -50 Grad |
| Weinbergschnecke |
-40 Grad |
| Rotgesichtsmakaken |
-25 Grad |
Die Raupe aus dem Eisfach
Die Raupe dieses Schmetterlings hat unglaublich lange Haare und zeigt Temperaturen bis zu -50 Grad die „kalte Schulter“. Der eigentliche Hammer ist: Sie kann bis zu zehn Monate (!!) gefroren bleiben, taut dann wieder auf und kriecht wieder weiter.Weinbergschnecken machen dicht
Die heimische Weinbergschnecke hat eine Taktik entwickelt, mit der sie auch strenge Winter von bis zu -40 Grad problemlos übersteht. Sie spuckt quasi kräftig in ihre eigene Schale (mhh, lecker). An ihrem Schleimhäutchen ihrer „Wohnungstür“ lagert sich Kalk an, der dann nach und nach immer fester wird, bis der Eingang ihrer Schale mit einem kleinem Deckel fest verschlossen ist.Eisbären haben Solaranlagen
Welche Farbe hat das Fell eines Eisbären? Weiß? Ja, weiß sieht es aus. Aber es ist nicht weiß. Seine Haare sind in Wahrheit durchsichtig und innen hohl. Die Wärme des Sonnenlichts wird dadurch direkt unter die Haut geleitet (die übrigens schwarz ist) und dort gespeichert.Der Seebär steht auf die Zwiebeltechnik
Im Winter ziehen wir uns gerne mehrere „Lagen“ Klamotten an und nennen das ganze dann „Zwiebeltechnik“, weil die Zwiebel auch mehrere Lagen bzw. Schalen besitzt. Der antarktische Seebär hat offensichtlich auch schon davon gehört und trägt daher ein doppeltes Fell. Das äußere Fell besteht aus langem, geradem Haar. Das Fell darunter ist kurz, lockig und wollig. Und unter der Haut wärmt zusätzlich eine dicke Speckschicht. Die ist so effektiv, dass die Seebären bei 10 Grad anfangen zu schwitzen...Die Meise hat eine Daunenjacke
Kleine Vögel wie die heimische Meise wiegen gerade mal ein paar Gramm und besitzen nicht den Hauch einer Speckschicht. Und dennoch fallen sie nicht gefroren vom Baum. Woran liegt das? Federn halten oft noch besser warm als Fell. Sie speichern die Wärme und lassen sie nicht entweichen. Kein Wunder, dass wir uns bei eisiger Kälte gerne in Daunenjacken und Daunenbettdecken kuscheln.

Der gefrorene Waldfrosch
Der kleine Hüpfer wohnt in Alaska, Kanada und tiefer im Norden als jeder andere Frosch. Wenn es im Winter hässlich kalt wird, lässt er sich bis zu einem Drittel einfrieren. Das kann ziemlich gefährlich sein, denn wenn sich unter der Haut Eiskristalle bilden, gehen Körperzellen kaputt und jedes normale Tier würde sterben. Der Waldfrosch hat im Winter jedoch 100 mal mehr Zucker im Blut als Menschen und verhindert so die Eiskristalle.







