Wildtier des Jahres 2010: Dachs
Wer einen Dachs begegnet, kann sich glücklich schätzen. Den kleinen Räuber bekommt man selten zu Gesicht, denn er ist meistens nachts unterwegs und baut mit Vorliebe seine unterirdischen Höhlen aus. Diese können bis zu 30 m breit werden, der so genannte „Wohnkessel“ wird mit Laub, Moos und Farn gepolstert. Auf den Tisch kommt beim Dachs vor allem Würmer, Insekten, Schnecken, Vögel, Mäuse, Obst, Wurzeln, Samen, Knollen und Pilze. Er ist ein Allesfresser.
Foto: eNil / Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 2.0 Generic
Dem Dachs wurde als Tier des Jahres 2010 sogar ein Briefmarken-Motiv gewidmet:

Vogel des Jahres 2010: Kormoran
Der Kormoran ist wieder da! Der Vogel war in Deutschland von Fischern und Anglern als vermeintlicher „Fischdieb“ jahrzehntelang so gut wie ausgerottet. Aufgrund von Vogelschutzrichtlinien konnte der Wasservogel an die deutschen Seen, Flüsse und Küsten wieder nisten und brüten. Seit seiner Rückkehr steht er aber erneut unter wortwörtlichem „Beschuss“ der Fischer und Angler: Er wird zu tausenden geschossen und vertrieben. Der Naturschutzbund Deutschland e.V., kurz NABU, hat den Kormoran zum Vogel des Jahres 2010 gewählt, um darauf aufmerksam zu machen, dass der Vogel keine natürlichen Fischbestände vernichtet oder langfristig gefährdet. Er jage vor allem wirtschaftlich unbedeutende Kleinfische. Der Koromoran ist ein Ruderfüßer und wächst bis zu einer stattlichen Größe von bis zu 94 cm und einer Flügelspannweite bis zu 149 cm heran. Sein Gefieder ist schwarz und schimmert in der Sonne metallisch grün bis blau. Lieblingsspeise: Fische.

Foto: NABU/F. Möllers
Lurch des Jahres 2010: Teichmolch
Der Teichmolch ist der am weitesten verbreitete Molch Europas. Ihre leuchtenden Farben, breiten Hautsäume an den Hinterbeinen und den gewellten Rückenkämmen machen sie zu prächtigen Tümpel- und Weiher-Bewohner. Der Teichmolch wird als nicht gefährdet eingestuft, NOCH nicht. In den letzten Jahren gingen viele natürliche Laichgewässer durch die Landwirtschaft verloren, was die Zahl der Teichmolche stark verringert hat.

Foto: Christian Fischer / Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0
Fisch des Jahres 2010: Karausche
Genügsam und robust – Die Karausche ist ein anspruchsloser Fisch, der in kleinen, pflanzenreichen Gewässern lebt. Wenn ein sauerstoffarmer, verschlammter Teich austrocknet, wird die Karausche zum Lebenskünstler. Sie gräbt sich ein und kann bis zu fünf Tage ohne Sauerstoff überleben.
Insekt des Jahres 2010: Ameisenlöwe
Ein lustiger Name für ein Tier! Der Ameisenlöwe hat aber nicht nur einen außergewöhnlichen Namen, sondern auch erstaunliche Fähigkeiten: Der Netzflügler fängt Insektenlarven, indem er einen auf sandigem Boden einen Trichter errichtet. Ein Insekt, das dort aus Versehen hineinläuft, kommt es nicht mehr heraus. Es rutscht an der Trichterwand immer wieder ab und gerät in die Fänge des Ameisenlöwen, der im Zentrum des Trichters mit seinen großen Zangen und lähmendem Gift auf seine Beute wartet.
Schmetterling des Jahres 2010: Schönbär
Der Schönbär trägt seinen Namen aufgrund seiner schönen roten Färbung und der dichten bärenartigen Behaarung, die er als Raupe trägt. Bei Gefahr zeigt der Falter seinen roten Hinterflügel und versucht seinen Feinden auf diese Weise zu sagen: Vorsicht, ich bin ungenießbar, lass mich lieber in Ruhe.

Spinne des Jahres 2010: Gartenkreuzspinne
Die Gartenkreuzspinne ist für ihr typisches, etwa 30 cm breites Radnetz bekannt. Im Sommer sieht man sie oft in ihrem Netz sitzen, in dem sie auf Beute wartet, das sich in ihrem Netz verfängt. Sie zählt zu den wenigen giftigen Tieren in Deutschland. Mehr über die Gartenkreuzspinne in „Giftige Tiere in Deutschland“.

Weichtier des Jahres 2010: Gemeine Schließmundschnecke
Ist dir schon mal aufgefallen, dass die meisten Gehäusewindungen bei Schnecken nach rechts drehen? Die gemeine Schließmundschnecke bildet eine Ausnahme: Bei ihr verlaufen die Windungen nach links, gegen den Uhrzeigersinn.
Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2010: Meißner Widder-Kaninchen
Das Meißner Widder-Kaninchen steht auf der „Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“ und wird dort als „Extrem gefährdet“ eingestuft. Es handelt sich um ein mittelgroßes Kaninchen, das durch die Kreuzung von englischen und französischen Widderkaninchen mit Grausilberkaninchen entstanden ist.
Hier findet du die die Tiere des Jahres 2009!







