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Mehr über Giftschlangen im Allgemeinen, was sie gefährlich macht, welches Gift wie wirkt und wie man einen Biss vermeidet findest du übrigens im Artikel Giftschlangen.
Terciopelo-Lanzenotter
Wissenschaftlicher Name: Bothrops asper
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Amerikanische Lanzenottern
Länge: 2,5 m
Gift: Zytotoxisch, Hämotoxisch, Neurotoxisch
Die Terciopelo-Lanzenotter besitzt einen wahren Gift-Cocktail aus den unterschiedlichsten Toxinen – sehr kompliziert, sehr gefährlich und bis heute nicht vollständig erforscht. Hinzu kommt, dass die Terciopelo-Lanzentotter lange Giftzähne hat, bei jedem Biss eine große Menge Gift abgibt, leicht reizbar und schnell ist. Weil sich die Schlange bei einer Bedrohung aufstellt, sind Bisse oberhalb des Knies nicht selten. Unbehandelte Bisse haben nicht selten zur Folge, dass ein Körperteil amputiert werden muss. Seit das passende Gegengift entwickelt wurde, ging die Zahl der Todesfälle aber beinahe auf null zurück. In Costa Rica ist die Terciopelo-Lanzenotter für etwa die Hälfte der Schlangenbisse verantwortlich.

Foto Gewöhnliche Lanzenotter: Al Coritz / Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 Unported
Basilisken-Klapperschlange
Wissenschaftlicher Name: Crotalus basiliscus
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Klapperschlangen
Länge: bis 2,04 m
Gift: ?
Die Basilisken-Klapperschlange gehört zu den größten Klapperschlangen der Welt. Aus der Zusammensetzung ihres Giftes macht sie ein Geheimnis, denn es konnte bisher noch nicht ausreichend erforscht werden. Belegt ist allerdings, dass sie mit ihren langen Giftzähnen eine große Menge an starkem Gift abgibt.

Foto Basilisken-Klapperschlange: Wildfeuer / Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0
Schauer-Klapperschlange
Wissenschaftlicher Name: Crotalus durissus
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Klapperschlangen
Länge: bis 1,80 m
Gift: Neurotoxisch
Die Schauer-Klapperschlange ist die einzige Klapperschlange, die vor allem in Südamerika vorkommt, und zwar in Mexiko, Kolubmien, Venezuela, Brasilien, Bolivien, Paraguay, Argentinien, Peru und Guyana. Sie gilt als giftigste Klapperschlange. Da es aber viele Unterarten der Schauer-Klapperschlange gibt, ist die Zusammensetzung und die Wirkung des Gifts doch recht unterschiedlich. Besonders die Schauer-Klapperschlange Crotalus durissus terifficus ist gefürchtet. Während ein Biss der anderen häufig gut behandelbar ist, liegt die Wahrscheinlichkeit an ihrem Gift zu sterben, bei bis zu 75 % (wenn nicht behandelt). Außerdem ist ihr Gift dafür bekannt, Sehstörungen und (bleibende) Blindheit zu verursachen.
Insel-Lanzenotter
Wissenschaftlicher Name: Bothrops insularis
Familie: Vipern
Gattung: Amerikanische Lanzenottern
bis 1,18 m
Gift: Myotoxin
Der Insel-Lanzenotter aus dem Weg zu gehen ist einfach: Sie kommt einzig und allein auf einer brasilianischen Insel vor, die gerade mal 43 Hektar groß ist (ca. 60 Fußballfelder). Bisher kam es noch nie zu einem tödlichen Bissunfall, da die Insel kaum bewohnt ist. Ihr Gift soll jedoch im Vergleich zu dem ihrer Lanzenotter-Verwandten um ein Vielfaches stärker sein. Auf diese Weise gelingt es ihr, ihre Leibspeise – Vögel – so schnell zu töten, dass sie nicht mehr wegfliegen können.
Gewöhnliche Lanzenotter
Wissenschaftlicher Name: Bothrops atrox
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Amerikanische Lanzenottern
Länge: bis 1,62 m
Gift: Hämotoxisch
Die gewöhnliche Lanzenotter treibt sich gerne auf Bananen- und Kaffee-Plantagen herum, um zwischen den Pflanzen kleine Nager aufzuspüren. Früher führte ihr Biss nicht selten zum Tod, heutzutage ist er gut behandelbar – wenn das Gegengift rechtzeitig verabreicht wird.

Foto Gewöhnliche Lanzenotter: Al Coritz / Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0
Buschmeister
Wissenschaftlicher Name: Lachesis sp.
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Buschmeister
Länge: bis 3 m
Gift: Myotoxisch
Das Gift dieser Schlange ist im Gegensatz zu den anderen Grubenottern in Mittelamerika weniger gefährlich, aber dafür gibt sie es in großer Menge ab. Zum Glück verhält sie sich nicht besonders aggressiv.

Die gefährlichsten Giftschlangen
Von Afrika über Asien, Australien, Neu Guinea, Mittel- und Südamerika bis zu den USA – welche sind die gefährlichsten Giftschlangen?
Hier gelangst du zu den Spezial-Artikeln:
Die gefährlichsten Giftschlangen in Afrika
Die gefährlichsten Giftschlangen in Asien
Die gefährlichsten Giftschlangen in Australien und Neu Guinea
Die gefährlichsten Giftschlangen in Mittel- und Südamerika
Die gefährlichsten Giftschlangen in den USA (in Arbeit)











