Basilisken-KlapperschlangeZu den giftigsten Schlangen in Mittel-Amerika und Süd-Amerika zählen vor allem die Lanzenottern und Klapperschlangen, alle aus der Tier-Familie der Vipern. Die sechs wichtigsten Giftschlangen im Überblick!

Mehr über Giftschlangen im Allgemeinen, was sie gefährlich macht, welches Gift wie wirkt und wie man einen Biss vermeidet findest du übrigens im Artikel Giftschlangen.

Terciopelo-Lanzenotter

Wissenschaftlicher Name: Bothrops asper
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Amerikanische Lanzenottern
Länge: 2,5 m
Gift: Zytotoxisch, Hämotoxisch, Neurotoxisch

Die Terciopelo-Lanzenotter besitzt einen wahren Gift-Cocktail aus den unterschiedlichsten Toxinen – sehr kompliziert, sehr gefährlich und bis heute nicht vollständig erforscht. Hinzu kommt, dass die Terciopelo-Lanzentotter lange Giftzähne hat, bei jedem Biss eine große Menge Gift abgibt, leicht reizbar und schnell ist. Weil sich die Schlange bei einer Bedrohung aufstellt, sind Bisse oberhalb des Knies nicht selten. Unbehandelte Bisse haben nicht selten zur Folge, dass ein Körperteil amputiert werden muss. Seit das passende Gegengift entwickelt wurde, ging die Zahl der Todesfälle aber beinahe auf null zurück. In Costa Rica ist die Terciopelo-Lanzenotter für etwa die Hälfte der Schlangenbisse verantwortlich.

Terciopelo-Lanzenotter

Foto Gewöhnliche Lanzenotter: Al Coritz / Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 Unported

Basilisken-Klapperschlange

Wissenschaftlicher Name: Crotalus basiliscus
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Klapperschlangen
Länge: bis 2,04 m
Gift: ?

Die Basilisken-Klapperschlange gehört zu den größten Klapperschlangen der Welt. Aus der Zusammensetzung ihres Giftes macht sie ein Geheimnis, denn es konnte bisher noch nicht ausreichend erforscht werden. Belegt ist allerdings, dass sie mit ihren langen Giftzähnen eine große Menge an starkem Gift abgibt.

Basilisken-Klapperschlange

Foto Basilisken-Klapperschlange: Wildfeuer / Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0

Schauer-Klapperschlange

Wissenschaftlicher Name: Crotalus durissus
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Klapperschlangen
Länge: bis 1,80 m
Gift: Neurotoxisch

Die Schauer-Klapperschlange ist die einzige Klapperschlange, die vor allem in Südamerika vorkommt, und zwar in Mexiko, Kolubmien, Venezuela, Brasilien, Bolivien, Paraguay, Argentinien, Peru und Guyana. Sie gilt als giftigste Klapperschlange. Da es aber viele Unterarten der Schauer-Klapperschlange gibt, ist die Zusammensetzung und die Wirkung des Gifts doch recht unterschiedlich. Besonders die Schauer-Klapperschlange Crotalus durissus terifficus ist gefürchtet. Während ein Biss der anderen häufig gut behandelbar ist, liegt die Wahrscheinlichkeit an ihrem Gift zu sterben, bei bis zu 75 % (wenn nicht behandelt). Außerdem ist ihr Gift dafür bekannt, Sehstörungen und (bleibende) Blindheit zu verursachen.

Schauer-Klapperschlange

Insel-Lanzenotter

Wissenschaftlicher Name: Bothrops insularis
Familie: Vipern
Gattung: Amerikanische Lanzenottern
bis 1,18 m
Gift: Myotoxin

Der Insel-Lanzenotter aus dem Weg zu gehen ist einfach: Sie kommt einzig und allein auf einer brasilianischen Insel vor, die gerade mal 43  Hektar groß ist (ca. 60 Fußballfelder). Bisher kam es noch nie zu einem tödlichen Bissunfall, da die Insel kaum bewohnt ist. Ihr Gift soll jedoch im Vergleich zu dem ihrer Lanzenotter-Verwandten um ein Vielfaches stärker sein. Auf diese Weise gelingt es ihr, ihre Leibspeise – Vögel – so schnell zu töten, dass sie nicht mehr wegfliegen können.

Insel-Lanzenotter

Gewöhnliche Lanzenotter

Wissenschaftlicher Name: Bothrops atrox
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Amerikanische Lanzenottern
Länge: bis 1,62 m
Gift: Hämotoxisch

Die gewöhnliche Lanzenotter treibt sich gerne auf Bananen- und Kaffee-Plantagen herum, um zwischen den Pflanzen kleine Nager aufzuspüren. Früher führte ihr Biss nicht selten zum Tod, heutzutage ist er gut behandelbar – wenn das Gegengift rechtzeitig verabreicht wird.

Gewöhnliche Lanzenotter

Foto Gewöhnliche Lanzenotter: Al Coritz / Lizenz: Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0

Buschmeister

Wissenschaftlicher Name: Lachesis sp.
Familie: Vipern
Unterfamilie: Grubenottern
Gattung: Buschmeister
Länge: bis 3 m
Gift: Myotoxisch

Das Gift dieser Schlange ist im Gegensatz zu den anderen Grubenottern in Mittelamerika weniger gefährlich, aber dafür gibt sie es in großer Menge ab. Zum Glück verhält sie sich nicht besonders aggressiv.

Buschmeister

Die gefährlichsten Giftschlangen
Von Afrika über Asien, Australien, Neu Guinea, Mittel- und Südamerika bis zu den USA – welche sind die gefährlichsten Giftschlangen?

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Kommentare (2)

RSS feed Kommentare
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sehen ja ganz niedlich aus...
schade das sie giftig sind!
laga , 24.05.2010
...
Coole schlangen
jessi , 5.03.2010

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