Weißstorch
Steckbrief
Größe: bis 1,1 m (Spannweite bis 2,2 m)
Gewicht: bis 4,5 kg
Ernährung: Regenwürmer, Insekten, Frösche, Mäuse, Fische
Lebensraum: Europa, Afrika, Asien
Ordnung: Schreitvogel
Familie: Störche

Wieso sagt man, dass der Storch die Babys bringt?
Der Weißstorch brütet im Frühling gerne auf Schornsteinen und Dächern und zieht dort seine Küken auf. Woher die Redensart kommt, ist nicht klar bewiesen, allerdings könnten folgende Fakten ein Grund sein: Der beliebteste Termin für Hochzeiten in Schweden ist das Mittsommerfest im Juni (höchster Sonnenstand des Jahres). Im folgenden Frühjahr, also neun Monate später, kamen viele Babys auf die Welt - zeitgleich mit der Rückkehr der Storch aus ihrem Winterquartier in Afrika. Beide Ereignisse sah man eng miteinander verknüpft.
Klappert der Klapperstorch?
Ja! Treffen sich zwei Störche in ihrem Nest, hört man sie oft mit den Schnäbeln klappern, um sich zu begrüßen.
Warum hat der Storch so lange Beine?
Storche haben ein anmutiges, edles Aussehen und stolzieren würdevoll mit ihren schlanken Beinen. Mit ihnen watet er durch tiefes Wasser oder hohes Gras auf der Suche nach Futter. Praktischerweise hat er einen langen Hals, den er weit ausstrecken kann, um seine Beute zu schnappen.
Die größten und die kleinsten
Der größte Storch ist der Marabu mit 152 cm Länge, der kleinste ist der Hammerkopf mit 52 cm.
Auch bei Spannweite und Gewicht stolziert der Marabu auf das Siegertreppchen: Wenn er seine Flügel spreizt, beträgt die Weite bis zu 3,2 m und bringt bis zu 8,9 kg auf die Waage. Der leichteste Storch ist der Hammerkopf mit gerade mal 470 g.
Storche im Urlaub
Der West und Oststorch
Störche sind Zugvogel und fliegen im Winter rund 10.000 km in den Süden, wo sie im Gegensatz zur rauhen Winterlandschaft ausreichend Futter finden. Es gibt zwei Hauptwege, auf denen Storche in den „Urlaub“ nach Afrika fliegen: Über Spanien und die Meeresenge bei Gibraltar oder über das Jordantal und die Sinaihalbinsel. Über das Mehr fliegen sie nicht: Sie sind auf die Thermik angewiesen ( = Aufwind, der durch Sonneneinstrahlung der Erdoberfläche die Luft erwärmt).
Das Storchen-Nest
Storche bauen ihr Nest hauptsächlich aus Ästen und Zweigen. Sie kehren oft Jahr für Jahr zu ihrem Nest zurück, um wieder dort zu brüten und es immer weiter auszubauen. Sie suchen sich gerne erhöhte Plätze dafür aus, weil ihre Jungen dadurch vor Rautbieren gut geschützt sind und, weil sie einen guten Überblick über ihr Futtergebiet haben.
Der Nachwuchs
Fluffig und hungrig
Kleine Storchen-Küken sind fast nackt, entwickeln aber schnell einen dunklen Flaum, der sie warm hält. Die Nesthocker werden von ihren Eltern umsorgt und schnabulieren am Tag rund 60 % ihres eigenen Körpergewichts. Wenn du ca. 40 kg wiegst, wäre das, als würdest du am Tag 24 kg Lebensmittel in dich hineinstopfen. Nach drei bis vier Wochen kommt dann etwas mehr Aktivität in die „Storchen-Bude“. Die kleinen testen zum ersten Mal ihre Fügel, müssen aber auf ihren großen Moment noch warten. Ihre Flugfedern sind erst nach ein paar Monaten voll ausgebildet.
Osterhase in Thüringen
In Thüringen brachte früher nicht der Osterhase die leckeren Schokoladeneier, sondern der Storch! Mehr über den Osterhasen liest du im Artikel Woher kommt der Osterhase?!
National-Vogel
Der Weißstorch ist der National-Vogel von Polen und Litauen.
Vogel des Jahres
Der Weißstorch war 1984 und 1994 Vogel des Jahres. Hier erfährst du, welches die Tiere des Jahres 2009 sind!
Wie alt werden Störche?
Störche werden in der freien Wildbahn etwa 30-40 Jahre alt.















