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Weißstorch

Steckbrief Weißstorch
Größe bis 1,15 m (bis 2,15 m Spannweite)
Geschwindigkeit nicht bekannt
Gewicht 5-10 kg
Lebensdauer 30-40 Jahre
Ernährung Regenwürmer, Insekten, Frösche, Mäuse, Fische
Feinde Hyänen, Schakale
Lebensraum Europa, Afrika, Asien
Ordnung Schreitvogel
Familie Störche
Wissenschaftl. Name Ciconia ciconia
Merkmale klappert mit seinem langen roten Schnabel
Wieso sagt man, dass der Storch die Babys bringt?

Der Weißstorch brütet im Frühling auf Schornsteinen und Dächern und zieht dort seine Küken auf. Woher die Redensart kommt, ist nicht eindeutig geklärt, allerdings könnte es wie folgt entstanden sein: Der beliebteste Termin für eine Hochzeit in Schweden ist das Mittsommerfest im Juni (höchster Sonnenstand des Jahres). Im folgenden Frühjahr, also neun Monate später, kommen viele Babys auf die Welt. Zeitgleich mit der Rückkehr der Störche aus ihrem Winterquartier in Afrika. Beide Ereignisse sah man eng miteinander verknüpft.

Warum klappert der Klapperstorch?

Treffen sich zwei Störche in ihrem Nest, klappern sie oft zur Begrüßung mit den Schnäbeln.

Wieso hat der Storch so lange Beine?

Störche haben ein anmutiges, edles Aussehen und stolzieren würdevoll mit ihren schlanken Beinen umher. Mit ihnen waten sie auf der Suche nach Futter durch tiefes Wasser oder hohes Gras. Praktischerweise haben sie einen langen Hals, den sie weit ausstrecken können, um nach Beute zu schnappen.

Die größten und die kleinsten

Der größte Storch ist der Marabu mit 152 cm Länge, der kleinste ist der Hammerkopf mit 52 cm. Auch bei Spannweite und Gewicht darf der Marabu auf dem Siegertreppchen stolzieren: Wenn er seine Flügel spreizt, beträgt die Weite bis zu 3 m und er bringt bis zu 8,9 kg auf die Waage. Der leichteste Storch ist der Hammerkopf mit gerade mal 470 g.

Störche im Urlaub: Der West und Oststorch

Störche sind Zugvogel und fliegen im Winter rund 10.000 km in den Süden. Dort finden sie im Gegensatz zur rauen Winterlandschaft ausreichend Futter. Es gibt zwei Hauptwege, auf denen Störche in den „Urlaub“ nach Afrika fliegen: Über Spanien und die Meeresenge bei Gibraltar oder über das Jordantal und die Sinaihalbinsel. Über das offene Meer fliegen sie nicht: Sie sind auf die Thermik angewiesen ( = Aufwind; entsteht dadurch, dass die Sonne die Luft über der Erdoberfläche erwärmt).

Das Storchen-Nest

Störche bauen ihr Nest hauptsächlich aus Ästen und Zweigen. Sie kehren oft Jahr für Jahr zu ihrem Nest zurück, um wieder dort zu brüten und es immer weiter auszubauen. Sie suchen sich meist erhöhte Plätze dafür aus, weil ihre Jungen dadurch vor Raubtieren besser geschützt sind und, weil sie einen guten Überblick über ihr Futtergebiet haben.

Der Nachwuchs: Fluffig und hungrig

Kleine Storchen-Küken sind fast nackt, entwickeln aber schnell einen dunklen Flaum, der sie warm hält. Die Nesthocker werden von ihren Eltern umsorgt und schnabulieren am Tag rund 60 % ihres eigenen Körpergewichts. Wenn du ca. 40 kg wiegst, wäre das, als würdest du am Tag 24 kg Lebensmittel in dich hineinstopfen. Nach 3-4 Wochen kommt dann etwas mehr Aktivität in die „Storchen-Bude“. Die kleinen testen zum ersten Mal ihre Flügel, müssen aber auf ihren großen Moment noch warten. Ihre Flugfedern sind erst nach ein paar Monaten voll ausgebildet.

Osterhase in Thüringen

In Thüringen brachte früher nicht der Osterhase die leckeren Schokoladeneier, sondern der Storch.

National-Vogel

Der Weißstorch ist der National-Vogel von Polen und Litauen.

Vogel des Jahres

Der Weißstorch war 1984 und 1994 Vogel des Jahres.

Mehr zum Thema:
Woher kommt der Osterhase?

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