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Tiere des Jahres 2010

dachs kleinHier kommen die Tiere des Jahres 2010!

Jedes Jahr werden von zahlreichen Naturschutzbunden, Stiftungen und Gesellschaften die Tiere des Jahres gewählt – weil ihre Art bedroht sind oder außergewöhnliche Fähigkeiten haben, die besser bekannt werden sollen.

Weitere Artikel zu den Tieren des Jahres:

Wildtier des Jahres 2010: Dachs

Wer einen Dachs begegnet, kann sich glücklich schätzen. Den kleinen Räuber bekommt man selten zu Gesicht, denn er ist meistens nachts unterwegs und baut mit Vorliebe seine unterirdischen Höhlen aus. Diese können bis zu 30 m breit werden. Der so genannte „Wohnkessel“ wird mit Laub, Moos und Farn gepolstert. Auf den Tisch kommen vor allem Würmer, Insekten, Schnecken, Vögel, Mäuse, Obst, Wurzeln, Samen, Knollen und Pilze. Er ist ein Allesfresser. Dem Dachs wurde als Tier des Jahres 2010 sogar ein Briefmarken-Motiv gewidmet.

Foto: kallerna [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons


kormoranVogel des Jahres 2010: Kormoran

Der Kormoran war in Deutschland von Fischern und Anglern als vermeintlicher „Fischdieb“  jahrzehntelang so gut wie ausgerottet. Aufgrund von Vogelschutzrichtlinien konnte der Wasservogel in Deutschalnd wieder nisten und brüten. Seit seiner Rückkehr steht er aber erneut unter wortwörtlichem „Beschuss“ der Fischer und Angler: Er wird zu tausenden geschossen und vertrieben. Der Naturschutzbund Deutschland e.V., kurz NABU, hat den Kormoran zum Vogel des Jahres 2010 gewählt, um darauf aufmerksam zu machen, dass der Vogel keine natürlichen Fischbestände vernichtet oder langfristig gefährdet. Der Koromoran ist ein Ruderfüßer, wird bis zu 94 cm groß und eine Flügelspannweite von bis zu 149 cm. Sein Gefieder ist schwarz und schimmert metallisch grün bis blau. Lieblingsspeise: Fische.

Foto: Christian Musat/Shutterstock


teichmolch kleinLurch des Jahres 2010: Teichmolch

Der Teichmolch ist der am weitesten verbreitete Molch Europas. Ihre leuchtenden Farben, breiten Hautsäume an den Hinterbeinen und den gewellten Rückenkämmen machen sie zu prächtigen Tümpel- und Weiher-Bewohner. Der Teichmolch wird als nicht gefährdet eingestuft, NOCH nicht. In den letzten Jahren gingen viele natürliche Laichgewässer durch die Landwirtschaft verloren, was die Zahl der Teichmolche stark verringert hat.

Foto: Christian Fischer [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons


schoenbaer kleinSchmetterling des Jahres 2010: Schönbär

Der Schönbär trägt seinen Namen aufgrund seiner schönen roten Färbung und der dichten bärenartigen Behaarung, die er als Raupe trägt. Bei Gefahr zeigt der Falter seinen roten Hinterflügel und versucht seinen Feinden auf diese Weise zu sagen:  Vorsicht, ich bin ungenießbar, lass mich lieber in Ruhe.

Foto Schönbär: Walter Schön


gartenkreuzspinne kleinSpinne des Jahres 2010: Gartenkreuzspinne

Die Gartenkreuzspinne ist für ihr typisches, etwa 30 cm breites Radnetz bekannt. Im Sommer sieht man sie oft in ihrem Netz sitzen, in dem sie auf Beute wartet, das sich in ihrem Netz verfängt. Sie zählt zu den wenigen giftigen Tieren in Deutschland.

Foto Gartenkreuzspinne: Arno van Dulmen/Shutterstock

Mehr über die Gartenkreuzspinne im Artikel
Giftige Tiere in Deutschland


Fisch des Jahres 2010: Karausche

Genügsam und robust – Die Karausche ist ein anspruchsloser Fisch, der in kleinen, pflanzenreichen Gewässern lebt. Wenn ein sauerstoffarmer, verschlammter Teich austrocknet, wird die Karausche zum Lebenskünstler. Sie gräbt sich ein und kann bis zu fünf Tage ohne Sauerstoff überleben.


Insekt des Jahres 2010: Ameisenlöwe

Ein lustiger Name für ein Tier! Der Ameisenlöwe hat aber nicht nur einen außergewöhnlichen Namen, sondern auch erstaunliche Fähigkeiten: Der Netzflügler fängt Insektenlarven, indem er einen auf sandigem Boden einen Trichter errichtet. Ein Insekt, das dort aus Versehen hineinläuft, kommt es nicht mehr heraus. Es rutscht an der Trichterwand immer wieder ab und gerät in die Fänge des Ameisenlöwen, der im Zentrum des Trichters mit seinen großen Zangen und lähmendem Gift auf seine Beute wartet.


Weichtier des Jahres 2010: Gemeine Schließmundschnecke

Ist dir schon mal aufgefallen, dass die meisten Gehäusewindungen bei Schnecken nach rechts drehen? Die gemeine Schließmundschnecke bildet eine Ausnahme: Bei ihr verlaufen die Windungen nach links, gegen den Uhrzeigersinn.


Gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2010: Meißner Widder-Kaninchen

Das Meißner Widder-Kaninchen steht auf der „Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen“ und wird dort als „Extrem gefährdet“ eingestuft. Es handelt sich um ein mittelgroßes Kaninchen, das durch die Kreuzung von englischen und französischen Widderkaninchen mit Grausilberkaninchen entstanden ist.