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Einsiedlerkrebs

Steckbrief Einsiedlerkrebs

Einsiedlerkrebs Einsiedlerkrebs - Foto: marima/Shutterstock

Größe 2 cm bis 1 m
Geschwindigkeit Nicht bekannt
Gewicht 200-500 g
Lebensdauer 5-30 Jahre
Ernährung Fische, Würmer, Plankton
Feinde Fische, Haie, Tintenfische
Lebensraum Küstengewässer
Ordnung Zehnfußkrebse
Überfamilie Einsiedler- und Steinkrebse
Wissenschaftl. Name Paguroidea
Merkmale lebt in einer Muschel

Einsiedlerkrebse sind dafür bekannt, in Schneckenhäusern oder anderen hohlen Gegenständen leben. Auf diese Weise schützen sie ihren weichen Hinterleib, denn dort haben sie keinen Panzer. Wenn sie aus einem Schneckenhaus herauswachsen oder dieses kaputt geht, suchen sie sich eine neues.

Sind Einsiedlerkrebse Einzelgänger?

Ihren Namen haben sie nicht ihrer Lebensweise zu verdanken, sondern ihrer Art, mit einem Schneckenhaus im Schlepptau herumzuziehen. Sie leben gerne in Gruppen und klettern übereinander drüber.

Wie hält das Schneckenhaus auf dem Körper des Einsiedlerkrebses?

Der Einsiedlerkrebs hat zwei kleine, verkümmerte Beinchen, mit denen er das Schneckenhaus festhält.

Einsiedlerkrebs Einsiedlerkrebs - Foto: tae208/Shutterstock

Zankhähne

Einsiedlerkrebse streiten sich oft um Schneckenhäuser. Wenn sie einen Kampf verlieren und keine andere Behausung finden, versuchen sie sogar, sie einem anderen Krebs zu stehlen.

Keine Schneckenhäuser sammeln!

Schneckenhäuser sammeln macht Spaß, aber bedenke: Ein Einsiedlerkrebs könnte darin leben. Auch dann, wenn das Schneckenhaus leer ist, solltest du es nicht mitnehmen, denn es könnte das neue Zuhause eines Einsiedlerkrebses sein. Ohne dieses erstickt und vertrocknet er qualvoll. Und es gibt noch ein Problem: Da die kleinen Tierchen im Lauf ihres Lebens immer größer werden, benötigen sie ständig größere Schneckenhäuser. Gerade diese werden häufig als Andenken an Touristen verkauft. Hilf ihnen, indem du sie nicht sammelst und auch nicht als Mitbringsel kaufst.

Einsiedlerkrebs Einsiedlerkrebs - Foto: Wollertz/Shutterstock

Links- und Rechtshänder

Die gibt es auch bei den Einsiedlerkrebsen. Nur ist es bei ihnen etwas anders: Ihre jeweils linke oder rechte Schere ist deutlich größer. Das ist bei uns Menschen zum Glück nicht so.

Es gibt folgende Tierfamilien:
- Landeinsiedlerkrebse (Coenobitidae) mit 15 Arten
- Linkshändige Einsiedlerkrebse (Diogenidae) mit etwa 350 Arten
- Rechtshändige Einsiedlerkrebse (Paguridae) mit etwa 550 Arten
- Tiefsee-Einsiedlerkrebse (Parapaguridae) mit etwa 10 Arten
… und noch ein paar Familien, über die es bisher nur wenig Informationen gibt.

Der größte Einsiedlerkrebs ...

… ist der Palmendieb. Er ist mit 4,1 kg Gewicht und 1 m Länge (von Bein zu Bein) das größte an Land lebende Krebstier. Mit seinen Scheren kann er sogar Kokosnüsse knacken. Nur die Jungtiere leben übrigens in Schneckenhäusern, die erwachsenen bilden einen Panzer, weil sie keine Muschelschalen in dieser Größenordnung finden würden.

Fortpflanzung

Das Weibchen trägt die befruchteten Eier gebündelt am Hinterleib, bis die kleinen Larven nach einigen Wochen schlüpfen.

Einsiedlerkrebs Einsiedlerkrebs - Foto: tae208/Shutterstock

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