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Maikäfer

Steckbrief Maikäfer
Größe 25-30 mm
Geschwindigkeit bis 8 km/h
Gewicht 0,4 bis 0,9 g
Lebensdauer 3-4 Jahre (Larve), 4-6 Wochen (Käfer)
Ernährung Blätter, Wurzeln, Knollen
Feinde Vögel, Wildschweine, Igel, Marder
Lebensraum Europa
Ordnung Käfer
Familie Blatthornkäfer
Wissenschaftl. Name Melolontha
Merkmale taucht alle 3-4 Jahre in Schwärmen auf
Autor NeeleDas Maikäferjahr

Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen Maikäfer als Larven (genannt Engerlinge) unter der Erde. Nach ca. 3-4 Jahren kriechen sie aus der Erde und pflanzen sich als Käfer fort. Sie sterben dann nach ca. 4-6 Wochen. Durch diesen Zyklus kommen alle 4 Jahre besonders viele Maikäfer aus der Erde. Alle 30-45 Jahre kommen so viele Maikäfer aus dem Boden, dass man es schon fast als Plage bezeichnen kann. Weshalb weiß man nicht so genau. Während einer solchen Plage wurden im Jahr 1911 rund 22 Millionen Maikäfer auf einer etwa 1.800 Hektar großen Fläche gefunden.

Welche Art ist es?

Maikäfer zählen zu der Familie der Blatthornkäfer. Allein in Mitteleuropa kommen drei verschiedene Arten von ihnen vor. Doch wie unterscheidet man die Arten voneinander? Auf den ersten Blick sieht man keine Unterschiede, wenn man aber genau hinsieht, bemerkt man, dass die Hinterleibsspitze (Pygidium) sowohl bei verschiedenen Arten als auch bei Männchen und Weibchen unterschiedlich ist. Bei der Meolontha meolontha z. B. ist die Pygidium beim Männchen und Weibchen nur wenig behaart und hat eine Form, die an eine Lanze erinnert. Ansonsten unterscheiden sich Männchen und Weibchen in der Fühlergröße, dabei haben die Männchen die größeren Fühler.

Der obige Steckbrief-Abschnitt stammt von tierchenwelt-Fan Neele.
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Der Name ist Programm: Maikäfer sieht man im Mai

An warmen Abenden im Mai und Juli sieht man Maikäfer fliegen. Wobei – eigentlich hört man sie, bevor man sie sieht. Deshalb passt die Bezeichnung „dicker Brummer“ ziemlich gut zu ihnen.

Maikäfer vor Gericht

Im Mittelalter gab es noch keine Möglichkeiten der Schädlingsbekämpfung. Die Menschen wussten sich nicht besser zu helfen und stellten im Jahr 1320 in der französischen Stadt Avignon Maikäfer kurzerhand vor Gericht. Per richterlichem Beschluss wurde ihnen befohlen, sich innerhalb von drei Tagen zurückzuziehen. Andernfalls würden sie für vogelfrei erklärt. Weil sich die Maikäfer logischerweise dem Gesetz nicht unterworfen haben, wurden sie stattdessen aufgesammelt und getötet.

Maikäfer als Delikatesse?

Im  Mittelalter wurde aus Maikäfern Suppe gekocht oder gezuckert als Nachspeise verkauft.

Kleine Fressmonster

Die erwachsenen Maikäfer sind wesentlich harmloser als die Larven, da diese unter der Erde die Wurzeln anfressen und Pflanzen/Bäume zum Absterben bringen.

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