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Waldmistkäfer

Steckbrief Waldmistkäfer
Größe 16-19 mm
Geschwindigkeit nicht bekannt
Gewicht nicht bekannt
Lebensdauer 2-3 Jahre
Ernährung Dung, Pilze, Baumsäfte
Feinde Vögel, Schlangen
Lebensraum Europa
Ordnung Käfer
Familie Mistkäfer
Wissenschaftl. Name Anoplotrupes stercorosus
Merkmale sieht dem gemeinen Mistkäfer ähnlich

Der Waldmistkäfer ist ein Käfer aus der Familie der Mistkäfer. Er liebt vor allem Buchenwälder.

Wer ist jetzt wer?

Der Waldmistkäfer wird immer wieder mit dem Gemeinen Mistkäfer verwechselt.

Er kann aber eigentlich ganz gut von ihm unterschieden werden, denn der Waldmistkäfer hat keine Dellen am Panzer. Außerdem schimmern seine Deckflügel blau, violett oder grün. Er ist mit 12-19 mm außerdem etwas kleiner als der „normale“ Mistkäfer (der wird 16-25 mm lang).

Waldmistkäfer Waldmistkäfer - Foto: Peter Eggermann/Shutterstock

Sind Waldmistkäfer gut oder schlecht für den Wald?

Ganz eindeutig: gut! Und das ist stark untertrieben. Ohne Waldmistkäfer hätte der Wald ein großes Problem. Die kleinen Käfer scheinen aufgrund ihrer geringen Körpergröße zwar nur wenig „bewegen“ zu können.

Sie graben jedoch - wie Regenwürmer - den Boden ständig um und belüften ihn. Dadurch kann der Regen besser einsickern und die Pflanzen mit Wasser versorgen.

Besonders wichtig sind die Käfer aber vor allem die anderen Tiere im Wald. Mit dem Kot vernichten die Käfer auch gleichzeitig die Parasiten und Krankheitserreger, die sich darin befinden.

Moment ... hab ich da einen Waldmistkäfer gehört?

Waldmistkäfer reiben Teile ihres Skeletts aneinander wie Violinenspieler und erzeugen dadurch Geräusche. Es sind die so genannte Schrillleiste und die Schrillkante. Das Geräusch ist so laut, dass selbst wir es hören können.

Dafür müssen wir natürlich trotzdem etwas näher an ihn heran. Nur: Wer nähert sich freiwillig einem Haufen Kot? Nichts für schwache Nerven! Der Waldmistkäfer hat übrigens - und das ist ungewöhnlich - an seinem Körper zwei solcher "Musik-Instrumente".

Waldmistkäfer Waldmistkäfer - Foto: Foto: ChWeiss/Shutterstock

Weshalb zirpt der Waldmistkäfer?

Mit den zirpenden Lauten versucht der Waldmistkäfer, Angreifer zu verwirren, z. B. Ameisen. Bei größeren Feinden wie Igeln, Spitzmäusen und Steinkäuzen funktioniert das allerdings nicht so gut ...

Der Waldmistkäfer ist ein Tunnelgräber

Der Waldmistkäfer baut leidenschaftlich gern Tunnel und gräbt Röhren mit einer Tiefe zwischen 70 und 80 cm.

Waldmistkäfer Waldmistkäfer - Foto: Hanjo Hellmann/Shutterstock

Nicht schwer zu entdecken!

Nicht alle Mistkäfer sind leicht zu beobachten (siehe Stierkäfer). Dem Waldmistkäfer begegnet man dagegen recht häufig – zum Beispiel bei Waldspaziergängen. Halte einfach mal die Augen offen. Am häufigsten sind sie zwischen Juli und September zu sehen.

Waldmistkäfer Waldmistkäfer - Foto: Gabriela Insuratelu/Shutterstock


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