ANZEIGE

Appaloosa

Steckbrief Appaloosa

Stockmaß 142-165 cm
Körper kompakt; kurzer Rücken; hoher Schweif
Kopf klein; breite Stirn
Hals kräftig, hoch; wenig Mähne
Farben Tigerschecken
Charakter ruhig, ausgeglichen, mutig, willensstark
Gang weich, leichtfüßig
Typ Warmblut
Ursprung USA
Zucht seit 1750
Geeignet für Dressur, Ausdauer, Springen, Western

Das Indianerpferd

Wenn man an Indianerpferde denkt, hat man sofort ein Pferd mit lustigen Punkten im Kopf: den Appaloosa. Kaum eine andere Rasse hat so schöne, einzigartige Fellzeichnungen.

Selbst die Hufe des Appaloosa sind anders als bei den meisten Pferden: Sie sind farbig gestreift. Besonders auffällig ist, dass Appaloosa ein so genanntes „Menschenauge“ besitzen. Ihr Auge ist, wie beim Menschen, um die Iris herum weiß.

Charakter: ruhig und gelassen

Der Appaloosa strahlt viel Ruhe und Gelassenheit aus. Es hat starke Nerven, ist geduldig und zuverlässig. Gleichzeitig ist er sehr vielseitig, wendig und sportlich. Daher ist er auch ein beliebtes Familienpferd.

Appaloosa Appaloosa - Foto: Makarova Viktoria/Shutterstock

Geschichte: beinahe verschwunden

Die Appaloosa entwickelten sich aus gepunkteten Pferden, die die spanischen Eroberer nach Amerika brachten. Die sorgsame Zucht und Erhaltung geht jedoch auf den Indianerstamm Nez Percé zurück (ausgesprochen: nes persee). Später, im Jahr 1877, mussten die Nez Percé vor dem „weißen Mann“ fliehen.

Dabei verlor auch ein Großteil der so liebevoll gezüchteten Pferde ihr Leben. Die Rasse schien beinahe ausgerottet. Zum Glück konnten einige Pferde gerettet werden. Mittlerweile ist die Anzahl der Tiere auf mehrere hunderttausend angewachsen und der Appaloosa gilt nun als drittgrößte Pferderasse der Welt.

Fähigkeiten: Appaloosa können coole Tricks

Viele Appaloosa sind ausgesprochen begabt und willig, kleine Tricks zu lernen. Dazu gehört zum Beispiel das Öffnen eines Gatters mit dem Maul, versteckte Leckerli finden, wie ein Hund „Sitz“ machen, hinlegen, „Hände schütteln“ und Kopfnicken. Sie können sogar lernen, bestimmte Gegenstände auf Zufruf zu bringen.

Appaloosa Appaloosa - Foto: Melory/Shutterstock

Farben: viele Tupfen und Punkte

Appaloosa können viele unterschiedliche Tupfen und Punkte haben. Der „Schabracktiger“ hat beispielsweise eine weiße „Decke“ (meist an Rücken und Hüfte) mit dunklen Punkten darauf.

Der „Leopard“ hat dunkle Punkte, die über den gesamten Körper verteilt sind. Interessant ist auch die Fellzeichnung „Schneeflocke“, bei der das Tier ein dunkles Fell mit weißen Tupfen und Flecken hat.

Woher kommt der Name?

Siedler nannten das Indianer-Pferd zunächst „Palouse“-Pferd nach dem Palouse-Fluss, der durch den amerikanischen Bundesstaat Washington fließt. Mit der Zeit hat sich aus dem Wort „Palouse“ der „Appaloosa“ entwickelt.

Schon gewusst?

  • Der Appaloosa ist das Maskottchen des amerikanischen Bundesstaates Idaho.
  • Im Laufe der Zeit verändert sich die Fellfarbe des Appaloosa.

Zurück zu Andalusier | Weiter zu Araber

Appaloosa Appaloosa - Foto: Zuzule/Shutterstock