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Wie viel Futter braucht eine Katze und wie teuer ist das?

Kosten: 7-100 Euro im Monat

Wie viel und welches Futter eine Katze braucht, hängt von folgenden Dingen ab:

• Wie groß ist die Katze?

Wie viel Futter eine Katze braucht, hängt auch von der Körpergröße ab. Besonders große Katzen wie die Maine Coon, Ragdoll, Norwegische Waldkatze oder Sibirische Katze haben einen höheren Energiebedarf.

• Wie alt ist die Katze?

Eine ältere Katze benötigt nicht mehr so viel Futter wie eine Katze im Wachstum.

• Wie aktiv ist die Katze?

Eine Katze, die am liebsten faul auf der Fensterbank liegt, verbrennt weniger Kalorien, als eine Katze die den ganzen Tag draußen herum streunt. Aktive Katzen kannst du daher ein klein wenig mehr Futter anbieten.

Teures Futter ist gutes Futter? Ja, meistens.

So genannte „Discounter“, also „Billig-Supermärkte“ wie Aldi, Lidl & Co. haben preisgünstiges Futter im Angebot. Die Fachzeitschrift„Stiftung Warentest“ untersucht regelmäßig Tierfutter und fand heraus, dass auch günstiges Katzenfutter sehr gut sein kann.

Zu den Testsiegern zählen 2017 „Gut & Günstig Zarte Stückchen mit Huhn“ (Edeka), „Topi Zarte Mahlzeit mit herzhaftem Rind & Huhn (Aldi) und „Mieze Katz Saftige Stücken in Sauce mit Geflügel und  Leber (Norma). Pro Tagesration sind diese ab 23 Cent zu haben. Leider können günstige Produkte aber auch zu viele pflanzliche Bestandteile enthalten.. Hochwertige Qualität bekommt man eben nicht immer zu Schleuderpreisen.

Mit dieser Tabelle kannst du ungefähr bestimmen, wie viel du pro Monat für Futter ausgeben musst. Bitte beachte, dass die Kosten je nach Alter und Energiebedarf unterschiedlich ausfallen. Am besten ist meist ein ausgewogener Mix aus Trocken- und Nassfutter.

Zur besseren Darstellung auf Smartphones bitte das Gerät quer halten oder auf einem Tablet/Desktop-Monitor ansehen.

NassfutterFutter pro TagGünstiges FutterTeures Futter
Erwachsene Katze 200-250 g 25 Euro 84 Euro
Erwachsener Kater 250-300 g 30 Euro 100 Euro
TrockenfutterFutter pro TagGünstiges FutterTeures Futter
Erwachsene Katze 200-250 g 7 Euro 35 Euro
Erwachsener Kater 250-300 g 8,5 Euro 43 Euro

(Stand: Juni 2017)

Auf den Monat gesehen ergibt sich da ein großer Unterschied. Übrigens: Leckerli sind in der Rechnung natürlich nicht drin. Wenn eine Katze Übergewicht hat, sollte sie davon nicht zu viel bekommen, eine Katze mit Untergewicht darf dagegen schon mal etwas mehr naschen.

Futterkosten vs. Tierarztkosten

Ein hoher Preis für Tiernahrung wirkt für viele natürlich erst einmal abschreckend. Dennoch: Bei guter Ernährung verringert sich die Gefahr von Alterserkrankungen oder sogar Organschäden durch Fehlernährung. Das erspart einem nicht nur hohe Tierarztkosten, sondern dem Tier auch Stress und Schmerzen. Sicherlich kann man nicht alle Krankheiten ausschließen, aber man muss immer bedenken, dass selbst "kleinere" Eingriffe wie Zahnbehandlungen bei Tieren nur unter Vollnarkose gemacht werden, was den kleinen Körper sehr belastet.

Hochwertiges Futter = Gesunde Katze?

Natürlich bietet die Fütterung hochwertiger Futtersorten keine Garantie für eine rundum gesunde Katze. Ebenso muss eine Katze, die mit schlechteren Produkten gefüttert wird, nicht zwangsläufig krank werden. Genetische Veranlagung, Verdauung, Lebensstil und ähnliches spielen dabei ja auch eine maßgebliche Rolle. Dennoch lohnt sich gerade bei der Ernährung ein Blick auf die Rückseite der Futterdose, um zu wissen, was der heimische Vierbeiner eigentlich braucht und, mit welchen kleinen Tricks man schon mal minderwertiges Futter aussieben kann.

Grundsätzliche Hinweise bei der Wahl des Futters:

• Getreide

Katzenfutter ohne Getreide ist für die meisten bekömmlicher und reduziert die Gefahr von Allergien, langfristigen Schädigungen der Organe oder Unverträglichkeiten. Es  sollten auch keine pflanzlichen Öle (oder nur in sehr geringem Maße), Reis, Mais oder Soja enthalten sein. Getreidefreies Futter wird meistens mit der Kennzeichnung "sensitiv" verkauft oder hat einen "no grain"-Stempel. In Onlineshops kann man direkt nach getreidefreiem Futter sortieren lassen.

• Zucker

Katzenfutter sollte NIE Zucker, Inulin oder Karamell enthalten. Abgesehen davon, dass es die Zähne angreift und zu Karies führen kann, dient das Zeug nur dazu, dass minderwertiges Fleisch besser riecht und aussieht. Gutes Futter braucht das nicht.

• Zutatenliste

Gutes Futter weist eine ausführliche Angabe der Inhaltsstoffe auf. Vor allem beim Fleisch. Wenn lediglich da steht, dass "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" verwendet wurden, liegt der Verdacht nahe, dass Schlachtabfälle bis hin zu unverdaulichen Teilen wie Schnäbel und Krallen unters Futter gemischt wurden.

Vielen Dank an Dani für einige Tipps und Infos zum Thema!

Futter für die Katze Futter für die Katze - Foto: Hasloo Group Production Studio/Shutterstock