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Hundehaar-Allergie

hund dackel klein2Die Nase läuft und die Augen sind rot und man fühlt sich irgendwie grippig – wenn das keine Vorzeichen für eine Erkältung sind, dann könnte der Grund dafür eine Allergie sein. Tierhaar-Allergien sind zum Glück bei Hunden eher selten. Dennoch: wenn eine im Laufe der Jahre entsteht ist guter Rat teuer. Oft ist der einzige Weg, den treuen Vierbeiner wegzugeben. Allein der Gedanke daran ist für viele unerträglich.

Kann man vielleicht doch mit der Allergie leben? tierchenwelt verrät, was man bei leichten Allergien tun kann.

Foto: Yellowj/Shutterstock

Anti-allergische Hunde

Hunde, die wenig haaren, gelten als anti-allergisch. Was natürlich irreführend ist, weil sie bestenfalls weniger starke Reaktionen auslösen, aber niemals 100 % frei von Allergenen sein können (Allergene sind übrigens harmlose Stoffe, bei deren Kontakt es zu einer heftigen Abwehrreaktion des Körpers kommt). Tatsächlich ist es so, dass die Hundehaare an sich keine Allergie auslösen, sondern die Hautschuppen und der Speichel, der daran klebt. Und wenn dem Hund Haare ausfallen, verteilen sie sich mitsamt den allergischen Stoffen überall.

Am besten ist es, den Kontakt damit zu vermeiden, daher suchen Allergiker meist nach Hunden, die wenig haaren UND wenig sabbern. Zu ihnen zählen z. B.:

  • Bichon Frisé
  • Malteser
  • Pudel
  • Schnauzer
  • Havaneser
  • Dackel

Eine Garantie gibt es jedoch nicht. Auch bei diesen Hunden können allergische Reaktionen vorkommen.

Was tun bei einer Hundehaar-Allergie?
  • Wohnung: putzen, putzen, putzen ...

Wo keine Haare, da keine Allergie. Putzen ist also das A und O. Am besten zweimal pro Woche mit dem Staubsauger die Wohnung saugen und alle Flächen abwischen. Wenn das Körbchen es mitmacht, dann regelmäßig waschen.

  • Waschen: den Hund und sich selbst auch

Hunde können zudem zweimal in der Woche gebadet werden, um die toten Hautschuppen aus dem Fell zu lösen. Auch sich selbst sollte man immer gut „putzen“, indem man nach jedem Kontakt die Hände gründlich wäscht. Weil man sich oft unbewusst ins Gesicht fasst, gelangen dadurch weniger Allergene in die Schleimhäute von Nase und Auge.

  • Schlafzimmer und Sofa: strikt tierfrei

Besonders das Schlafzimmer sollte frei von tierischen Haaren sein. Daher muss der Hund draußen bleiben. Die Bettwäsche sollte trotzdem häufig gewechselt werden, da sich entgegen aller Bemühungen doch immer Haare an der Kleidung findet und mit ins Bett getragen wird. Bei Sofas mit Stoffbezug ist auch ein Sofa-Verbot sinnvoll. Leder-Sofas sind ideal, weil sie abgewischt werden können.

  • Teppiche und Möbel

Wer weniger Möbel hat, hat auch weniger Flächen, an denen sich Allergene sammeln können. Das heißt: unbenutzte Möbel entsorgen und Staubfänger verstauen. Ideal ist Parkett oder Laminat, weil sich die Haare schnell wegwischen lassen. Teppiche halten die Haare fest und sollten vermieden werden.

Die Allergie wird immer schlimmer?

Wenn die Allergie mit den Tipps nicht in den Griff zu kriegen ist, hilft nichts anderes, als das Tier wegzugeben. Gerade, wenn Asthma (lebensgefährlich!) hinzukommt und/oder Kinder im Haushalt leben, geht die Gesundheit vor.

Einmal allergisch, immer allergisch?

Nicht immer ist eine Allergie mit einer bestimmten Hunderasse verknüpft. Manche Menschen reagieren beispielsweise sehr stark auf den Labrador des Nachbarn, aber nicht auf den Labrador von Tante oder Onkel. Es kommt auch immer auf das jeweilige Tier an.

Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ist ohne Gewähr. Er stellt keine medizinische Beratung dar und ersetzt nicht den Besuch beim Arzt. Bitte suche für medizinischen Rat immer einen Arzt auf.