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Geier

Steckbrief Geier

Mönchsgeier Mönchsgeier - Foto: Artemy Voikhansky [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Größe bis 130 cm (Spannweite bis zu 320 cm*)
Geschwindigkeit bis 88 km/h **
Gewicht 7-15 kg
Lebensdauer 16-40 Jahre
Ernährung Aas
Feinde -
Lebensraum Amerika, Afrika, Europa, Asien
Ordnung Greifvögel
Familie Habichtartige, Neuweltgeier
Wissenschaftl. Name Accipitridae; Cathartidae
Merkmale große Greifvögel, die hauptsächlich Aas fressen

* Andenkondor (ein Neuweltgeier)
** Kalifornischer Kondor; ansonsten 50-60 km/h

Geier sind große Greifvögel. Es gibt knapp 20 Arten von Altweltgeiern (Aepgypiinae), z. B. den Mönchsgeier, den Sperbergeier und den Gänsegeier. Und es gibt 7 Arten von Neuweltgeiern (Cathartidae), z. B. den Königsgeier und den Andenkondor. Drei Arten von Geiern besitzen eine eigene Unterfamilie (Gypaetinae): Bart-, Schmutz- und Palmgeier.

Gänsegeier Gänsegeier - Foto: Paco Gómez [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

• Steckbrief Gänsegeier

Größe bis 120 cm (Spannweite bis 280 cm)
Gewicht 6-11 kg
Lebensraum Afrika, Europa, Asien
Wissenschaftl. Name Gyps fulvus
Merkmale größter Geier in Europa (Körperlänge)
Autor Theo Nicht zu übersehen!

Gänsegeier sind die größten Geier in Europa. Sie haben einen nackten Hals.

Brille? Nicht der Gänsegeier!

Gänsegeier können aus knapp 4 km Höhe ohne Mühe einen 30 cm großen Gegenstand am Boden erkennen.

Gänsegeier lassen „Müll“ links liegen

Gänsegeier fressen von dem Aas nur Muskelfleisch und Eingeweide. Den Rest lassen sie praktisch links liegen.

Mönchsgeier Mönchsgeier - Francesco Veronesi [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

• Steckbrief Mönchsgeier

Größe bis 110 cm (Spannweite bis 295 cm)
Gewicht 7-12 kg
Lebensraum Europa, Asien
Wissenschaftl. Name Aegypius monachus
Merkmale einer der größten Greifvögel Europas
Mönchsgeier sind eine Art Müllabfuhr

Mönchsgeier fressen fast alles, was ein totes Beutetier hergibt: Zähe Haut, schwer verdauliche Sehnen und Knochen sind für den Mönchsgeier kein Problem.

Ich bin hier der Boss!

An einem Tierkadaver sammeln sich nicht nur Geier zum Fressen. Aber Mönchsgeier sind so groß, dass sie an der „Futterstelle“ meist die vorherrschenden Tiere sind. Denn mit so großen Konkurrenten möchte sich normalerweise niemand anlegen.

Im Notfall Jäger

Wenn sie nicht genügend Aas entdecken, jagen die mächtigen Mönchsgeier im Notfall auch schon mal lebende Schildkröten, Eidechsen und Murmeltiere.

Sperbergeier Sperbergeier - Brandobras [GFDL oder CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

• Steckbrief Sperbergeier

Größe bis 103 cm (Spannweite bis 260 cm)
Gewicht 6-9 kg
Lebensraum Europa, Afrika
Wissenschaftl. Name Gyps rueppellii
Merkmale am höchsten fliegender Vogel der Welt
Von Überfliegern

Sperbergeier können sehr hoch fliegen. Im November 1973 wurde an der Elfenbeinküste ein Sperbergeier in einer Höhe von 11.300 m gesichtet (weil er leider in die Turbine eines Flugzeugs geriet).

Gesellige Art

Sperbergeier sind gesellige Tiere. Wenn einer von ihnen einen Kadaver entdeckt hat, lassen sich nicht selten schon kurze Zeit später mehrere hundert Tiere dort zum Fressen nieder. Genau wie der verwandte Gänsegeier fressen Sperbergeier nur Muskelfleisch und Eingeweide. Haut,Sehnen und Knochen lassen sie übrig.

Diese drei Geier-Steckbriefe stammen von tierchenwelt-Fan Theo. Vielen Dank für die tollen Infos! Willst du auch einen Fan-Steckbrief schreiben?

Weitere Infos von tierchenwelt.de ab hier:

Kahler Kopf und kahler Hals

Geier haben meist einen unverkennbaren kahlen Kopf und einen kahlen Hals mit einer Halskrause aus Federn. Dieses ungewöhnliche Aussehen ist für die Vögel besonders nützlich, denn beim Fressen kommen sie ihrer Nahrung (tote Tiere) mit ihrem Kopf und ihrem Hals sehr nahe. Auf glatter Haut können sich die Bakterien, die sich auf den toten Tieren befinden, nicht so schnell sammeln wie in Federn.

Ieh, die fressen tote Tiere!

Besonderes Merkmal der Geier ist ihre Ernährungsweise: Sie fressen (vor allem) Aas. Das macht sie bei vielen Menschen nicht unbedingt auf den ersten Blick beliebt. Ohne die Geier wäre unser Ökosystem jedoch in Gefahr. Weil sie tote, verrottende Tierkörper fressen, vermindern sie das Risiko, dass sich gefährliche Krankheiten ausbreiten.

Geier haben nicht viele Feinde

Das liegt nicht daran, dass sie so groß sind oder die Raubtiere zu klein oder ungeschickt. Geier haben durch ihre Ernährung eine Vielzahl an Bakterien auf ihrem Gefieder und würden damit die meisten Raubtiere krank machen. Von solchen „Bazillenschleudern“ lässt man doch lieber die Finger (oder in diesem Fall: Zähne)!

Geier sind sehr erfinderisch

Jede Geier-Art hat ihre eigenen Tricks entwickelt, um an Nahrung zu kommen. Zum Beispiel öffnet der Schmutzgeier Straußeneier, indem er Steine auf sie wirft. Bartgeier schnappen sich einen Knochen, fliegen hoch in die Luft und werfen ihn dann auf einen Felsen, damit er zerbricht.

Ganz schön ätzend

Der Bartgeier hat in seinem Magen eine Säure, die ätzender ist als Batteriesäure. Er braucht sie, um harte Knochen verdauen zu können.

Nur nicht rot werden!

Wenn sich ein Geier aufregt, bekommt er einen roten Kopf.